
„Es ist ein sehr schönes Bild von ihm – und es ist schade, dass er nicht mehr da ist.“ Mit diesen Worten blickt Bettina Michel am Dienstag (24. März) auf das Porträt ihres Vaters, Schalke-Legende Rudi Assauer. Anschließend durchschneidet sie das blaue Band zur Eröffnung des neuen Cafés „Rudis“ in Gelsenkirchen.
Direkt an der Arena, über dem Bistro „AufSchalke“ am Gesundheitszentrum Medicos, ist in den vergangenen Wochen aus dem ehemaligen „Vital Café“ ein neu gestaltetes Café entstanden. Es wird vom Inklusionsunternehmen georgs.plus des Sozialwerks St. Georg betrieben. Dort arbeiten Menschen mit und ohne Assistenzbedarf zusammen.
Mit dem Namen „Rudis“ knüpfen die Verantwortlichen bewusst an Rudi Assauer an, der den FC Schalke 04 über viele Jahre geprägt hat und für viele als Gesicht des Vereins gilt. Gleichzeitig greift es eine Idee auf, die bis heute wirkt: Der frühere Schalke-Manager Assauer gehörte zu den Initiatoren, ein großes Gesundheits- und Rehazentrum direkt an der Arena aufzubauen. Er setzte sich dafür ein, dass Spieler möglichst nah am Vereinsgelände therapiert werden. Daraus entstand später Medicos.
Eine große Wandinstallation mit Assauers Porträt bildet als „Herzstück“ einen zentralen Bestandteil des Café-Konzepts. Ergänzt wird sie durch kurze Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Hauses. Besonders bewegend bei der Eröffnung seien die Geschichten und Erinnerungen gewesen, die Bettina Michel und Sabine Söldner, ehemalige Sekretärin und enge Assistentin von Rudi Assauer, teilten. Durch ihre persönlichen Worte wurde der ehemalige Fußballprofi wieder einen Moment ganz lebendig, sagen die Verantwortlichen von Medicos.
Das Café soll ein Treffpunkt für alle Menschen sein, die rund um die Arena unterwegs sind. Viele Patientinnen und Patienten von Medicos nutzen es, um zwischen zwei Therapieeinheiten eine Pause einzulegen. Bei Kaffee, belegten Brötchen und kleinen Speisen können sie hier kurz durchatmen.
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Das Sozialwerk St. Georg betreibt das Café bereits seit 2017. In den vergangenen Wochen wurde es umfassend renoviert, da die Einrichtung in die Jahre gekommen war, heißt es. Rund 35.000 Euro seien in die neue Ausstattung investiert worden, um mit „Rudis“ einen neuen Weg einzuschlagen. Die Neugestaltung entstand in enger Zusammenarbeit mit Medicos: Sowohl die Planung der Theke als auch die architektonische Umsetzung wurden gemeinsam realisiert.
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