
Ltr. Lokal-Redaktion
Gelsenkirchen. Popstar Robbie Williams singt in der Veltins Arena „She’s the One“ für Patricia aus Gelsenkirchen. So hat „die Eine“ den Kuschel-Moment erlebt.
„She‘s the one“ heißt es in einer Ballade von Robbie Williams, die ab 1998 zum Welthit wurde. Und „die Eine“ von der der britische Popstar schwärmt, ist an diesem Abend die Gelsenkirchenerin Patricia Soave. Ihr widmet Robbie Williams in der ausverkauften Veltins Arena bei seinem ersten Deutschland-Konzert seiner aktuellen Tournee dieses Liebeslied und löst damit ein Versprechen ein.
Denn schon Ende Mai stand Patricia Soave beim Konzert in Edinburgh ganz vorne in der ersten Reihe, als jener Moment kam, in dem Robbie Williams eine Frau aus dem Publikum auswählt, um ihr persönlich das Liebeslied „She’s The One“ zu widmen. Der Popstar steuerte direkt auf die 32-Jährige zu. Doch als er erfuhr, dass sie aus Deutschland kommt, muss er sie enttäuschen und erklärt ihr, dass er diesen besonderen Moment immer jemandem aus der Region schenken möchte. Patricia Soave versprach er jedoch, dass er für sie singen würde, wenn sie zum Tour-Start in Deutschland nach Gelsenkirchen käme.
Patricia Soave bei Robbie Williams in Gelsenkirchen, in der Schalker Arena? Ein Heimspiel der Extraklasse für die Trommlerin des FC Schalke 04, die schon unzählige Konzerte des britischen Popstars besucht hat!
Und so steht die sympathische junge Frau in ihrem „Wohnzimmer“ natürlich erneut ganz vorne, direkt vor der Bühne, im orangen Schalke-Trikot, das sie auch auf Auswärtsfahrten ihres Herzensclubs trägt. Wieder kommt Robbie Williams auf sie zu: „Dich habe ich gesucht! Dieses Lächeln, daran habe ich dich erkannt“, sagt er. Tausende Frauen und ganz sicher auch mancher Mann im Stadion wären jetzt nur zu gerne Patricia. Zehntausende Handys werden gezückt, rührende Momente auf Video festgehalten.
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Robbie Williams umarmt die Gelsenkirchenerin, lange und innig. Wange an Wange, mit geschlossenen Augen, singt er für sie die berühmten Zeilen: „I was her, she was me. We were one, we were free.“ Das Publikum schmilzt dahin. Dann geht der selbsternannte beste Entertainer der Welt zurück auf die Bühne und schaut der Frau in dem orangenen Schalke-Trikot noch eine Weile tief in die Augen. Momente für die Ewigkeit, die Patricia Soave erst nach und nach verarbeiten wird.
Ein Beitrag geteilt von VELTINS-Arena (@veltins_arena)
Die Physiotherapeutin und passionierte Reiterin ist ein gelassener, ein cooler Typ, wie sie im Gespräch mit der WAZ am Tag nach dem Konzert über sich selbst sagt. Gänsehaut? Klar, die hatte sie schon. „Und es war auch ein wunderschöner Moment“, auf den sie insgeheim auch gehofft hatte, wie sie verrät. Schließlich hatte ihr Lieblingssänger ihr beim Tour-Auftakt in Schottland ja versprochen, dass er in Gelsenkirchen für sie singen wird. „Ich habe schon gehofft, dass Robbie mich wiedererkennt, aber es wäre auch nur menschlich gewesen, wenn er es nicht getan hätte. Dass er mich dann umarmt und für mich gesungen hat, ist natürlich ein Highlight für mich, aber ich bin niemand, der deshalb schlaflose Nächte bekommt. Letztlich ist er auch nur ein Mensch“, sagt Patricia – gelassen und cool, wie sie eben ist.
Doch spät in der Nacht – da hat sie noch lange nicht alle Nachrichten lesen können, die ihr seit ihrem besonderen Robbie-Moment geschickt wurden, da kullerten dann doch ein paar Freudentränen. Und am Tag nach dem Konzert reicht ihr Lächeln immer noch von Ohr zu Ohr, auch wenn sie eigentlich sehr müde ist, wie sie nach ihrer Frühschicht verrät. Ihre Arbeitskolleginnen und -Kollegen hätten sie heute alle umarmen wollen, um ein bisschen Robbie-Williams-Liebe abzubekommen, berichtet Patricia lachend. Ihr Chef, der zufällig auch beim Konzert war, hatte zuvor ein Video von Soave und Williams in der Arbeits-Whatsapp-Gruppe geteilt.
Doch das wäre vermutlich nicht nötig gewesen, damit jeder, der die Gelsenkirchenerin kennt, weiß, wie für sie persönlich dieses Konzert denn so gelaufen ist. Schließlich gehen die Kuschel-Aufnahmen seit Mittwochabend viral. Und wenn Patricia heute Abend so richtig zur Ruhe gekommen ist und sich die vielen Videos und Fotos angesehen hat, dann könnte vielleicht doch auch nochmal ein Tränchen fließen, gibt sie zu. Vorher muss sie aber noch viele Freunde und Bekannte zurückrufen, die seither versucht haben, Patricia vor allem eins zu fragen: „Und, wie war‘s, mit Robbie zu kuscheln?“
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt WAZ testen
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt WAZ testen
Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport – aus Essen, Deutschland und der Welt.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt WAZ testen
Antworten