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Kurz vor der Sparkassen-Demo in Gelsenkirchen richtet der Veranstalter noch ein paar appellierende Worte an alle Teilnehmer.
Spektakulärer Bankeinbruch in Gelsenkirchen
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Als um die Weihnachtsfeiertage 2025 plötzlich ein riesiges Loch im Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer klaffte, dauerte es nicht lange, bis die Besitzer der Schließfächer vor der Filiale auftauchten. Was war mit ihren Wertsachen passiert?
Im Zuge der Ermittlungen kam raus, dass die Räuber mindestens 30 Millionen Euro Beute gemacht haben – und der Verlust könnte noch deutlich höher ausfallen. Für die Schließfach-Inhaber wurden also die schlimmsten Befürchtungen wahr. Und der Alptraum dauert auch Monate nach dem Einbruch weiter an. Viele Betroffene fühlen sich von der Sparkasse und der Polizei allein gelassen, deshalb haben sie nun zu einer Demo am Donnerstag (7. Mai) in Gelsenkirchen aufgerufen. Kurz vor der Versammlung hat der Veranstalter ein paar mahnende Worte an alle Teilnehmenden zu richten.
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Wie die Polizei Gelsenkirchen gegenüber DER WESTEN bestätigte, wurde für den Donnerstagnachmittag zwischen 16 und 18.30 Uhr eine Demo im Rahmen des Raubdramas angekündigt. Veranstalter der Versammlung und gleichzeitig Betroffener ist Soner S. Er mache das nicht aus Wut, sondern um für „Gerechtigkeit, Transparenz und Verantwortung“ zu kämpfen.
„Was wir in den letzten Monaten erlebt haben, geht weit über den finanziellen Schaden hinaus“, betont S. Sein Vorwurf: „Reflexartig wurden Betroffene durch PR Kampagnen der Sparkasse in ein falsches Licht gerückt, mit schwerwiegenden Vorwürfen wie kriminellen Verbindungen oder illegalen Geldquellen.“ Auch Rechtsanwältin Figen Özer, die eigenen Angaben zufolge viele der Geschädigten vertritt, bestätigt im Gespräch mit uns, dass sich viele Betroffene ungerecht behandelt fühlten und mehr Transparenz von Seiten der Sparkasse und der Polizei gewünscht hätten.
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„Dass der Vorfall passiert ist, dafür kann niemand wirklich etwas, aber dass im Nachgang die Kommunikation schlecht lief und es kaum Auskünfte gab, das wird kritisiert“, erklärt Özer weiter. Keine zwei Tage vor der Demo verkündete Michael Klotz, der Vorstandvorsitzende der Sparkasse eine Videobotschaft auf Facebook. Darin bekundet er sein Mitgefühl und entschuldigt sich öffentlich. „Wir nehmen die geäußerte Kritik und auch die angekündigte Demonstration sehr ernst. Für uns ist das ein klares Zeichen im Gespräch zu bleiben“, so Klotz. Worte, die die Mandanten von Rechtsanwältin Özer nur schwer ernst nehmen können.
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Immerhin: Am Freitag (8. Mai) sollen einige Geschädigte erste Gegenstände und Dokumente aus ihren aufgebrochenen Schließfächern zurückbekommen. Es gehe dabei um rund 50.000 Gegenstände, die die Einbrecher in dem verwüsteten Tresorraum zurückgelassen haben, teilte die Sparkasse mit. Die Demo wird trotzdem stattfinden – und zwar mit 500 bis 1000 Teilnehmern, wie die Polizei mitteilte.
Laut Veranstalter hätten viele kurz nach dem Vorfall verständlicherweise sehr emotional reagiert, doch diese Demo habe ein klares Ziel und klare Regeln. „Wir bleiben laut in unserer Botschaft, aber respektvoll im Ton. Keine Gewalt. Keine Beleidigungen“, so sein Appell. Die Polizei begleitet die Versammlung von Anfang bis Ende. „Wir sind mit ausreichenden Kräften vor Ort, um einen störungsfreien Ablauf zu gewährleisten“, heißt es vom Polizeisprecher.
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