Vermummte Männer sorgen für Polizei-Einsatz am Gelsenkirchener Hauptbahnhof – WAZ


Die Bundespolizei versichert: Eine Gefahr für die Reisenden bestand zu keiner Zeit – zwei vermummte und martialisch gekleidete Männer haben am Samstagmorgen (30. Mai) am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen aber sicherlich den einen oder anderen Schrecken hinterlassen. Der Einsatz nahm im Verlauf jedoch eine verblüffende Wende.
Was war passiert? Gegen 10.50 Uhr gingen bei der Gelsenkirchener Polizei mehrere Notrufe ein. Die Zeuginnen und Zeugen berichteten von zwei maskierten männlichen Personen in einem Regionalexpress Richtung Essener Hauptbahnhof und, dass die Männer eine Waffe und eine griffbereite Schere bei sich tragen.
Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei trafen einen 29-jährigen Gevelsberger und dessen 21-jährigen Begleiter im Zug beim Halt im Gelsenkirchener Hauptbahnhof. Einer der Männer hatte tatsächlich eine Sturmhaube vollständig über das Gesicht gezogen, der andere nur über die Stirn. Zudem trugen beide Männer schwarze Tarnfarbe an den Augen, den Wangen und der Nase. Der ältere Mann trug Militär-Kleidung, einen Einsatzgürtel und ein Waffenholster mit der Nachbildung einer Schusswaffe darin. Die Polizisten beschlagnahmten die Softair-Waffe sofort.
Man kann die Redaktion auf vielen Wegen erreichen. Per Post oder per E-Mail beispielsweise. Aber was tun, wenn es um Hinweise geht, die man eigentlich nicht preisgeben darf? Deren Veröffentlichung einen den Job kosten könnten?
Dafür hat die WAZ Gelsenkirchen den sogenannten Whistleblower-Briefkasten eingerichtet. Hier können Leserinnen und Leser anonym Hinweise auf Vorgänge in unserer Stadt hinterlassen, und Fotos oder Dokumente hochladen. Sie können entscheiden, ob Rückfragen möglich sind. Der Quellenschutz ist in jedem Fall garantiert.
Wenn jemand nicht schriftlich informieren will, kann er auch eine Sprachnachricht aufnehmen. Wir verzerren dann die Stimme, damit niemand sie erkennen kann.
Wir schätzen dann ein, wie groß das öffentliche Interesse mutmaßlich ist und wie realistisch ein Rechercheerfolg. Den Whistleblower-Briefkasten finden Sie unter diesem Link
Der Polizei-bekannte 29-Jährige gab gegenüber den Beamten an, zusammen mit seinem wohnungslosen Begleiter auf dem Weg zu einer Kultur- und Anime-Messe in Düsseldorf zu sein. Nachdem der Gevelsberger sein Kostüm abgelegt hatte, durften die beiden Männer in die Landeshauptstadt weiterfahren. Die Bundespolizei leitete allerdings ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein und sicherte die Videoaufzeichnungen aus dem Zug.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport – aus Essen, Deutschland und der Welt.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen

source

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*