Wütende Kunden belagern Gelsenkirchener Sparkasse – Polizei muss nach Einbruch einschreiten – DerWesten.de


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Rund 200 Sparkassen-Kunden versammeln sich nach dem Einbruch vor der Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer. Die Stimmung ist aufgeheizt.
Verbrechen in NRW: So viel Arbeit hat die Polizei
Einbrüche, Gewaltdelikte und Morde – all diese Taten werden in der Kriminalitätsstatistik erfasst. So viel Arbeit hatte die Polizei in NRW im vergangenen Jahr.
Nach dem spektakulären Einbruch in die Filiale der Sparkasse an der Nienhofer Straße in Gelsenkirchen-Buer (mehr dazu hier >>>) herrscht kollektive Angst unter Kunden, die ein Schließfach im Tresorraum der betroffenen Sparkasse haben.
Rund 200 Menschen versammelten sich nach Bekanntwerden des Coups vor der Filiale in Gelsenkirchen-Buer. Sie alle fragen sich, ob ihr Schließfach womöglich geplündert wurde. Es geht um extrem hohe Summen.
Zunächst waren es rund 30 Kunden, die im Vorraum der Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen wissen wollten, ob sie von dem Einbruch betroffen seien. Viele wollten sich selbst ein Bild machen, schauen, ob ihr Schließfach aufgebrochen wurde. Doch das ging an diesem Montagmorgen nicht.
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Wegen polizeilicher Ermittlungen sei die Filiale bis auf Weiteres geschlossen, wie auch auf einem Schild zu lesen ist. Doch es kamen immer mehr Menschen. Am Ende war der Andrang so groß und die Stimmung bei einigen so aufgebracht, dass die Polizei Gelsenkirchen den Vorraum der Bank räumen musste.
Über Lautsprecher versuchten die Beamten die Lage zu beruhigen. Die Sparkasse werde proaktiv auf die Kunden zukommen. Das könne allerdings noch Tage dauern, bis die Spurensicherung beendet ist. Für viele ein untragbarer Zustand.

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Denn viele Kunden haben in den Schließfächern teure Wertsachen gelagert. „Ich habe ein großes Schließfach, dort liegt Gold im Wert von 100.000 Euro“, berichtet eine junge Frau gegenüber der „WAZ„. Das Gold sei für die Hochzeit und Aussteuer ihrer Kinder vorgesehen, wie es bei türkischen Familien üblich sei. „Das Fach ist nicht versichert“, erklärt sie ihre großen Sorgen.
„Wenn wir betroffen sind, ist unsere Existenz verloren gegangen, in dem Fach lagen Schmuck und Geld unserer Familie“, erklärt ein Mann, der angibt, dass sein Fach nur bis 10.000 Euro versichert sei.
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Die Polizei sucht derweil Zeugen, um den Tatzeitraum eingrenzen zu können. Eine Anwohnerin teilte gegenüber einem dpa-Reporter mit, dass sie in der Nacht zwei Detonationen gehört habe. Wegen des am Montag beginnenden Feuerwerksverkaufs seit Mitternacht ist das für viele aber kein Grund, die Polizei zu informieren. Und an einen Einbruch in einer Bank wie diesen denken auch die wenigsten.
Schließlich kommt so etwas selten vor. Vor einem Jahr gelang es Tätern in Lübeck, über 300 Schließfächer aufzubrechen. Es wurden Wertgegenstände, Schmuck, Geld sowie persönliche Gegenstände entwendet. Der Schaden belief sich laut Polizei auf über 10 Millionen Euro. Im August 2021 räumten Täter in Norderstedt bei Hamburg rund 650 Schließfächer der Hamburger Sparkasse aus. Damals waren die Täter mit einem Kernbohrer aus extra angemieteten Räumen über der Filiale in den Tresorraum gelangt. (mit dpa)
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