
Ideen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger finanziell zu unterstützen und damit Realität werden zu lassen – darum geht es bei den Bezirksforen der Stadt Gelsenkirchen. Zwischenzeitlich hatte es vergangenes Jahr aber die Sorge gegeben, dass dieses Format ausfallen, möglicherweise ganz abgeschafft werden könnte, woraufhin Gelsenkirchens fünf Bezirksbürgermeister Alarm schlugen: „Wir werden alles in unserer Macht Stehende unternehmen und unseren Einfluss geltend machen, dass die Bezirksforen weiterhin stattfinden und auch für das Jahr 2026 Mittel beantragt werden können“, teilen die Bezirksbürgermeister mit.
Oberbürgermeisterin Andrea Henze gab jetzt öffentlich Entwarnung: „Im vergangenen Jahr konnten die Bezirksforen aufgrund der Kommunalwahl und der damit verbundenen Verschiebung der Haushaltsberatungen leider nicht stattfinden. Mir war es aber wichtig, dass die Bezirksforen trotzdem umgesetzt werden“, erklärte die OB.
Deshalb habe sie unmittelbar nach ihrem Amtsantritt den Kämmerer gebeten, das Geld für die Bezirksforen wieder in den Haushalt einzuplanen, damit diese möglichst früh in 2026 nachgeholt werden können. „Die Bezirksforen sind ein wichtiges Instrument der Mitbestimmung für Gelsenkirchen. Sie haben sich in den vergangenen Jahren als Format bewährt, das es Bürgerinnen und Bürgern schnell und unkompliziert ermöglicht, die Stadt auf lokaler Ebene mitzugestalten und dabei Unterstützung für das eigene Engagement zu erhalten. Und das will ich stärken und weiter ausbauen“, so Henze.
Für jeden der fünf Gelsenkirchener Stadtbezirke gibt es eine Veranstaltung, auf der Vorschläge gesammelt und auf das jeweilige Teilbudget verteilt werden. Nach den Bezirksforen prüft die Verwaltung die Vorschläge auf Umsetzbarkeit und Kosten. Das Ergebnis dieser Prüfung wird den Bezirksvertretungen vorgelegt. Diese beraten die Vorschläge abschließend und entscheiden, was umgesetzt werden soll.
Für die Realisierung der Vorschläge und Ideen stehen insgesamt 270.000 Euro zur Verfügung:
• 90.000 Euro für den Bezirk Mitte (mit den Stadtteilen Altstadt, Bismarck, Bulmke-Hüllen, Feldmark, Heßler, Schalke und Schalke-Nord)
• 60.000 Euro für Nord (mit den Stadtteilen Buer, Hassel und Scholven)
• 40.000 Euro für Ost (mit den Stadtteilen Erle, Resse und Resser-Mark)
• 40.000 Euro für West (mit den Stadtteilen Horst und Beckhausen)
• 40.000 Euro für Süd (mit den Stadtteilen Neustadt, Ückendorf und Rotthausen).
Die Höhe des Budgets orientiert sich jeweils an den Einwohnerzahlen der einzelnen Bezirke. Der maximal aufzurufende Betrag pro vorgeschlagenem Projekt beträgt grundsätzlich 5.000 Euro.
„Mitmachen beim Bezirksforum können alle, die einen Bezug zum jeweiligen Bezirk haben – weil sie dort zum Beispiel wohnen, arbeiten, lernen oder sich ehrenamtlich engagieren“, erklärt Stadtdirektor Luidger Wolterhoff.
Die Termine im Überblick:
• Dienstag, 10. März, Stadtbezirk Nord, Stadtteilzentrum Bonni
• Mittwoch, 11. März, Stadtbezirk Süd, Heilig-Kreuz-Kirche
• Donnerstag, 12. März, Stadtbezirk Mitte, Hans-Sachs-Haus
• Dienstag, 17. März, Stadtbezirk Ost, Aula Gesamtschule Erle
• Mittwoch, 18. März, Stadtbezirk West, Glashalle Schloss Horst
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr. Einlass ist ab 17 Uhr.
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