
Nach dem spektakulären Einbruch in die Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer startet die nächste Phase bei der Rückgabe zurückgelassener Gegenstände: Nachdem zunächst vor allem klar zuzuordnende Dokumente übergeben wurden, können jetzt auch – neben weiteren Dokumenten – Wertgegenstände an Kundinnen und Kunden herausgegeben werden.
Ab sofort werden auch solche Wertgegenstände ausgehändigt, die sich ihren rechtmäßigen Besitzerinnen und Besitzern eindeutig zuordnen lassen, heißt es von der Sparkasse. Darunter würden sich zahlreiche Schmuckstücke, Edelmetalle und weitere Wertsachen befinden. Sogar Bargeld wurde zurückgelassen. In einigen Fällen handele es sich „um erhebliche Werte“.
Eine Sprecherin der Bank teilt mit, dass inzwischen bereits in einigen Fällen auch Bargeldbeträge eindeutig zugeordnet werden konnten. „Dafür sind die Inventarlisten mit detaillierten Beschreibungen elementar“, sagt die Sprecherin. In einem Fall sei etwa ein Umschlag mit Bargeld gefunden worden, auf dem ein Name vermerkt gewesen sei. Genau diese Angabe habe sich mit der Inventarliste der betroffenen Person gedeckt, sodass eine zweifelsfreie Zuordnung möglich gewesen sei.
Wie viel Bargeld insgesamt zurückgelassen wurde, kann die Sparkasse auf WAZ-Nachfrage allerdings noch nicht sagen, da der Prozess noch nicht abgeschlossen sei.
„Für viele unserer Kundinnen und Kunden haben wir gute Nachrichten: Es ist nicht alles verloren, sie werden Wertsachen zurückerhalten. Damit beginnen wir jetzt und gehen Fall für Fall vor“, sagt Michael Klotz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gelsenkirchen. Er ergänzt: „Gleichzeitig müssen wir realistisch bleiben. Leider wird nur ein Teil der Betroffenen ihr Eigentum vollständig zurückerhalten.“
Die Betroffenen werden direkt von der Sparkasse kontaktiert, um individuelle Termine zur Übergabe zu vereinbaren, heißt es von dem Geldinstitut. In einzelnen Fällen würden letzte Unklarheiten in persönlichen Gesprächen geklärt. Auf diese Weise stelle man sicher, dass die Gegenstände tatsächlich bei ihren rechtmäßigen Eigentümerinnen und Eigentümern ankämen.
Auch weiterhin stünden das Servicecenter am Bahnhof sowie die telefonische Hotline allen Betroffenen zur Verfügung. „Wir sind für alle unsere Kundinnen und Kunden persönlich ansprechbar. Das ist und bleibt unsere Stärke als regionales Finanzinstitut“, sagt Michael Klotz.
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