4 Niederlagen! Aber Gelsenkirchener planen schon nächste Saison in der 2. Liga – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Der letzte Sieg des JC Koriouchi ist schon einige Monate her. Seit dem 14. März warten die Gelsenkirchener auf weitere Punkte in der 2. Judo-Bundesliga Nord-West. Seitdem setzte es vier Niederlagen. Da wäre es nur normal, dass langsam die Abstiegsangst im Team von Trainer Shkumbin Dautaj umgeht. Doch das Gegenteil ist der Fall, betont jedenfalls Präsident Erhan Baz, der sogar schon langsam für die kommende Saison in der zweiten Liga plant.
Denn auch nach der 4:10 (40:91)-Niederlage gegen die SU Annen II haben die Gelsenkirchener Judoka noch alles in der eigenen Hand. Zwei Punkte stimmen zudem positiv. Der PSV Duisburg steht als Schlusslicht noch ohne Sieg da, der JC Koriouchi immerhin mit einem, eben gegen Duisburg. „Ich glaube nicht, dass sie noch einmal gewinnen“, sagt Baz. Auf Schützenhilfe der Gegner an den letzten beiden Kampftagen der Duisburger bei den SSF Bonn (4. Juli) und gegen SU Annen II (5. September) will er sich aber nicht verlassen.
Für die Gelsenkirchener stehen noch die Vergleiche bei Bayer Leverkusen (4. Juli) und dem 1. Judo-Club Mönchengladbach (5. September) an.
Einen Siegauftrag gab es auch schon vom jüngsten Gegner. „Annen hat uns schon mit auf den Weg gegeben, dass wir gerne gegen Mönchengladbach gewinnen sollen, weil sie Meister werden wollen“, sagt Baz. Annen hat derzeit vier Punkte Vorsprung auf Mönchengladbach auf Platz zwei, aber auch nur noch einen Kampftag vor sich. Zwei Gladbacher Siege und ein Ausrutscher der Wittener könnten das Rennen noch einmal spannend machen.
Den können wir überall einsetzen. Wir sind froh, dass er uns treu ist.
Aber da würden die Gelsenkirchener sicherlich gerne die Schützenhilfe leisten, auf die sie sich selbst nicht verlassen wollen. Ein Abstieg des JC Koriouchi ist aus einem zweiten Grund ohnehin nicht realistisch. Bereits in der vergangenen Saison wurde Duisburg Letzter, wäre nominell also abgestiegen. Da aber niemand das Aufstiegsrecht wahrnahm, blieben sie in der Liga. Auch zur kommenden Saison sieht Baz kein Team, das als möglicher Zweitliga-Aufsteiger infrage kommt.
Das, wenn auch kleine, Risiko wollen die Gelsenkirchener aber nicht noch unnötig heraufbeschwören. An den kommenden zwei Kampftagen wollen sie wieder „eine schlagkräftige Truppe“ auf die Matte schicken – wie auch gegen Annen II, als sie beinahe in Bestbesetzung antraten. Nur Lennart Most fehlte wegen einer Verletzung. Peter Lindenberg vertrat ihn in der Klasse bis -90 kg und fuhr auch einen Sieg ein.
Am Ende reichte es gegen die starken Wittener aber nicht zum Sieg. Da half auch die gute Leistung von Mark van Dijk nicht, der einmal in der Klasse +100 kg und einmal bei –100 kg Siege einfuhr. „Den können wir überall einsetzen“, meint Baz. „Wir sind froh, dass er uns treu ist.“
Den Kampf des Tages lieferte aus Baz‘ Sicht aber Toni Krakow (-66 kg) gegen Falk Hobein. Erst im Golden Score musste sich der Gelsenkirchener geschlagen geben. „Das war toll anzusehen“, erklärt Baz.
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