
Zuletzt veränderte der FC Schalke immer wieder das Programm in den gut letzten 20 Minuten vor Anpfiff. Mal laufen die Spieler mit dem Vereinslied ein, mal mit der Mannschaftsaufstellung, zuletzt lief „Right Here, Right Now“ von Fatboy Slim. Dazu wurde auf dem Videowürfel ein zusammengeschnittenes und ebenfalls sehr lautes Video gezeigt. Die Nordkurve war durch die enorme Lautstärke der Stadionboxen bis zum Anpfiff kaum zu hören.
Das sorgte gegen den Karlsruher SC für Verärgerung innerhalb der Kurve. Jetzt äußerten sich die Ultras auch in ihrem Heft „Blauer Brief“ zu diesem Thema. Zunächst kritisieren die UGE darin grundsätzlich die Stimmung im letzten Heimspiel. „Die Nordkurve kam dabei auch nicht so richtig aus dem Quark.“ Eine Erklärung dafür zu finden sei „müßig“, aber: „Keine Hilfe dabei war die völlig bescheuerte und viel zu laute Beschallung der Stadionregie, die auch das letzte bisschen Emotion vor dem Anpfiff unterdrückte“, so die deutlichen Worte.
Später heißt es noch ausführlicher: „Zum Einlaufen der Teams wurde diesmal ein Videoschnitt samt lauter Beschallung abgespielt. Dies erstickte die ersten lauten Gesänge kurz vor Anpfiff. Absolut unverständlich, was man unter dieser 0815-Beschallung erreichen wollte.“ Sie fordern für die Zukunft außerdem einheitliche Abläufe und erwarten, „dass dies nur ein einmaliger Ausrutscher des Vereins war, denn diese Scheiße kann niemand wirklich wollen“, wird die Gruppe deutlich.
Beim Heimspiel gegen Münster hat der Verein wieder etwas den Ablauf verändert. Das Vereinslied wurde schon rund 15 Minuten vor Anpfiff gespielt, gefolgt von der Mannschaftsaufstellung, unterlegt mit „Whatever you want“ von Status Quo. Zu dem Song ist Schalke in früheren Jahren schon eingelaufen und auch in dieser Saison diente das Lied bereits mehrere Male als Einlaufhymne. Anschließend wurde das Steigerlied gesungen – etwa acht Minuten vor Anpfiff. Dann war kurz Stille. Als die Mannschaften den Platz betraten, wurde allerdings erneut ein lautes Video mit Highlight-Szenen aus dem Spiel gegen Elversberg gezeigt, wieder unterlegt, mit dem Song „Right Here, Right Now“ von Fatboy Slim.
Aber: Diesmal endete der Song gut zwei Minuten vor Anpfiff. Ab da hatte dann die Nordkurve die Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen, und es kam keine Musik mehr von der Stadionregie. Ob das die Mannschaft besonders motiviert hat? Jedenfalls starteten die Schalker stark in die Partie und erspielten sich in der Anfangsphase mehrere gute Torchancen. Am Ende können die Königsblauen einen 4:1-Heimsieg feiern und sind weiterhin voll auf Aufstiegskurs.
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