Außengastronomie in Buer – SPD fordert: „Auch die Kleinen nicht vergessen“ – WAZ


Es tut sich was in der Buerschen Gastronomieszene: Vor einigen Wochen wurde der nördliche Teil der Hagenstraße für den Autoverkehr gesperrt. Wo früher Parkplätze waren, stehen jetzt Tische und Sitzgelegenheiten für die Außengastronomie. Der „Urbanus-Kiez“ nimmt Form an. Das stößt in Buer zumeist auf Zustimmung. Jetzt gibt es aber mahnende Stimmen, die sagen: Vergesst die Ränder der Buerschen Innenstadt nicht!
Diese Stimmen kommen von der SPD. Die Partei sieht im Kiez zwar Potenzial und wirbt dafür, ihn weiter auszubauen. Es gehe aber um die Entwicklung der Gastronomie in ganz Buer, heißt es in einer Mitteilung. „Ich erwarte, dass die Verwaltung unkompliziert auch anderen Gastronomen verhilft, an ihren Standorten ihr Geschäft mit attraktiver Außengastronomie zu betreiben“, wird Dietmar Schäfers (SPD) darin zitiert.
Zwei Beispiele führt die SPD an. Das erste ist der Irish Pub „Oisin Kelly Gallery“ an der Brinkgartenstraße. Betreiber Vincenc Els habe dort früher Sitzplätze in einem Teil des Straßenraums aufstellen dürfen, berichtet Schäfers. Diese Erlaubnis sei ihm entzogen worden. Eine neue Genehmigung bekomme er nicht – mit der Begründung, er könne vier Tische auf den schmalen Bürgersteig stellen. „Mir wurde von der Verwaltung mündlich mitgeteilt, dass es einen Beschluss des Stadtrats gibt. Wenn die Möglichkeit besteht, Tische auf den Bürgersteig zu stellen, werden keine Genehmigungen mehr erteilt, auch einen Teil der Straße zu nutzen“, sagt Schäfers. Er fordert: „Der Stadtrat muss diesen Beschluss ändern.“
Die Folge fehlender Sitzplätze beschreibt die SPD so: Im Sommer liefen mögliche Gäste rund 350 Meter weiter zur Domplatte – und ließen ihr Geld dort. „Das ist nicht akzeptabel. Die Gaststätte ‚Oisin Kelly Gallery‘ ist im Quartier die einzige Location, die überlebt hat. Nicht nur an die Großgastronomen am Urbanus-Kiez gucken. Auch die Kleinen in den Randgebieten nicht vergessen“, so Schäfers.
Das zweite Beispiel sei das „Juut“ an der Rottmansiepe. Der Betrieb bemühe sich seit Jahren, die Innenstadt mit Begrünung und Sitzgelegenheiten attraktiver zu machen, schreibt die SPD. Auch hier werde eine erweiterte Außengastronomie auf einem Teil des Straßenraums abgelehnt. „Gerade hier würde durch eine solche Genehmigung das Innenstadtviertel aufgewertet. Mehr Verkehrsberuhigung, mehr Grün und mehr Ruhezonen zur Kommunikation“, sagt Schäfers.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport – aus Essen, Deutschland und der Welt.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen

source

Schreibe den ersten Kommentar

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*