Badezimmer stürzt ein: Mann entgeht in Schalke nur knapp Unglück – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Ein Mann hat bei einem Deckeneinsturz in Gelsenkirchen-Schalke großes Glück gehabt. Nur durch Zufall wurde niemand schwer verletzt, als am Dienstagmittag in einem Mehrfamilienhaus an der Kurt-Schumacher-Straße 105 der Boden eines Badezimmers vollständig einbrach.
„Der Mann hat großes Glück gehabt, er wurde verletzt, aber zum Glück nicht schwer“, sagte Stadtsprecher Martin Schulmann. Noch glücklicher sei gewesen, dass sich zum Zeitpunkt des Einsturzes niemand direkt in dem Raum unter dem Badezimmer aufgehalten habe.
Gegen 11.50 Uhr sackte die Decke in einem Anbau des Gebäudes plötzlich ab. Trümmer stürzten rund drei Meter tief in das darunterliegende Erdgeschoss. Dort befand sich ein Mann, der sich jedoch selbst aus den Trümmern befreien konnte.
Nach ersten Erkenntnissen hatte eine Undichtigkeit im Badezimmer über längere Zeit hinweg die tragenden Holzbalken beschädigt. Diese waren nach Angaben der Stadt so stark vermodert, dass sie dem Gewicht nicht mehr standhalten konnten. Rettungsdienst und Notarzt versorgten den Verletzten zunächst vor Ort. Anschließend wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
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Das betroffene Gebäude wurde abgesperrt und für unbewohnbar erklärt. Insgesamt sind rund 20 Bewohner betroffen. Die meisten kamen zunächst bei Verwandten oder Bekannten unter. Vier Menschen mussten von der Stadt in Notunterkünfte gebracht werden.
Bei dem Haus handelt es sich nach Angaben der Stadt weder um eine Problemimmobilie noch um ein sogenanntes Schrotthaus. Mit dem Einsturz steht das allerdings nicht in Zusammenhang. Das Gebäude liegt lediglich in dem Gebiet des Stadtumbauprojekts Schalke-Nord, mit dem die Stadt den Stadtteil aufwerten will.
Der betroffene Anbau wurde inzwischen mit einem Bauzaun gesichert. Über mögliche Entschädigungen, Versicherungsfragen und die Sanierung muss nun der Eigentümer mit den Bewohnern beraten.
Für zusätzliche Probleme sorgte ausgerechnet das Helene-Fischer-Konzert in der Veltins-Arena. Üblicherweise stellt die Stadt bei kurzfristigen Unterbringungen Hotelgutscheine aus. Diesmal waren laut Schulmann jedoch kaum Zimmer verfügbar, weil zahlreiche Konzertbesucher bereits Unterkünfte belegt hatten. Ein Betroffener fand schließlich ein Zimmer in einem Essener Hotel und kann anschließend bei Bekannten unterkommen.
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