Barbaraschule in Resse: Endlich Schluss mit stickigen Klassenräumen – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Es sind gute und schlechte Nachrichten für die Grundschulkinder der Barbaraschule in Gelsenkirchen-Resse. Die gute: Die Klassenräume auf der Südseite des Gebäudes an der Middelicher Straße sind jetzt endlich angenehm temperiert. Die schlechte: „Hitzefrei“ wird es in Zukunft wohl deutlich seltener geben.
Denn die Südseite des altehrwürdigen Schulgebäudes ist jetzt beschattet: Vor dem Pfingstwochenende wurden vor den Fenstern Außenjalousien angebracht. Die reagieren auf die Intensität der Sonneneinstrahlung und klappen dann automatisch auf oder zu – können aber auch von innen manuell bedient werden. Ihren ersten Härtetest erlebte die neue Beschattung dann auch gleich am langen Pfingstwochenende. Das war bekanntlich sehr heiß, aber die Jalousien erfüllten ihren Zweck, wie Schulleiterin Kathryn Rommel am Tag nach den Pfingstferien berichtete: „Früher hätte man es nach so vielen heißen Tagen in den Klassenzimmern nicht ausgehalten – jetzt war die Luft aber angenehm.“
Das Problem betraf nicht nur die Klassenzimmer auf der Südseite, auch im Sekretariat wurde das Arbeiten im Sommer schnell unerträglich. Schon lange hatten sich Schulleitung und Elternschaft um eine Lösung des Problems bemüht. 2020 hatte Kathryn Rommel zum ersten Mal einen Sonnenschutz angefordert – ohne Ergebnis. 2023 hatte dann die damalige Schulpflegschaft einen Brandbrief an die Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung geschrieben. „Die Klassenräume erreichen nach 11 Uhr über 28 Grad und Unterrichten und Arbeiten ist auf der Südseite nicht mehr möglich“, hieß es damals. „Wir erbitten eine zügige Ausrüstung mit Rollos oder Rollläden.“
Immer wieder haben die Lehrerinnen und Lehrer kreative Lösungen gesucht, wenn es zu heiß wurde: Entweder wurde ein freier Raum auf der anderen Seite des Gebäudes gesucht, oder der Unterricht wurde auf den Schulhof in den Schatten verlegt. Mit einigen Jahren Verspätung hat es jetzt aber mit dem Sonnenschutz endlich geklappt – dabei hat auch Bezirksbürgermeister Wilfried Heidl (SPD) mitgeholfen, ihn hatte Kathryn Rommel um Hilfe gebeten. „Gerade rechtzeitig zum Beginn der heißen Zeit“, so Heidl – und weil die Sommerferien in diesem Jahr ja erst Mitte Juli beginnen, haben Lehrer und Kinder noch etwas davon.
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