BP zieht Schlussstrich in Gelsenkirchen – das erwartet die Mitarbeiter – DerWesten


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Der Verkauf der BP-Raffinerie Gelsenkirchen ist abgeschlossen. Die Klesch-Gruppe übernimmt den Standort.
Jetzt ist der Milliarden-Deal offiziell: Die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen hat einen neuen Eigentümer. Der Energiekonzern hat den Verkauf des Standorts an die Klesch-Gruppe abgeschlossen. Mit der Übernahme wechseln auch die Beschäftigten sowie die zugehörigen Geschäftsbereiche zum neuen Betreiber.
Für BP ist der Verkauf ein wichtiger Schritt im laufenden Konzernumbau. Das Unternehmen will sein Portfolio verschlanken und sich künftig stärker auf ausgewählte Standorte konzentrieren. Nach eigenen Angaben soll die Transaktion außerdem dazu beitragen, die operativen Kosten um rund eine Milliarde US-Dollar zu senken. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Unternehmen Stillschweigen.
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Für Westdeutschland bleibt die Raffinerie ein wichtiger Standort der Kraftstoff- und Petrochemieversorgung. Patrick Wendeler, Vorstandsvorsitzender der BP Europa SE, betonte: „Gelsenkirchen leistet seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit Westdeutschlands mit Kraftstoffen und Petrochemie.“

Mit Blick auf den neuen Eigentümer zeigte sich Wendeler zuversichtlich. Die Klesch-Gruppe verfüge über umfassende Erfahrung im Raffineriegeschäft und sei „gut aufgestellt, um das nächste Kapitel für den Standort Gelsenkirchen aufzuschlagen“. Gleichzeitig stellte BP klar, dass Kunden in Deutschland weiterhin über die verschiedenen Geschäftsbereiche – darunter auch das Tankstellennetz von Aral – versorgt werden.
Zur Raffinerie gehören die Standorte Horst und Scholven sowie das Tanklager Bottrop. Nach Unternehmensangaben werden dort jedes Jahr rund zwölf Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von etwa 265.000 Barrel Rohöl pro Tag und produziert unter anderem Benzin, Diesel, Flugkraftstoff, Heizöl sowie zahlreiche Grundstoffe für die chemische Industrie.
Mit dem Abschluss der Transaktion übernimmt die Klesch-Gruppe sämtliche Beschäftigten sowie die mit dem Geschäft verbundenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Für BP bleibt in Deutschland neben dem Tankstellengeschäft unter anderem die Raffinerie im niedersächsischen Lingen Teil des Unternehmensportfolios.
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Trotz allem wurden die Verkaufspläne nicht als etwas grundsätzlich Positives angesehen. Vor dem Verkauf äußerten die Gelsenkirchener Grünen bereits eine negative Einstellung.
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