„Die beste Defense gewinnt am Ende – und das waren wir“ – RP Online


Paris · Längst nicht alles lief rund beim Titelverteidiger der ELF, doch letztlich steht ein Auftaktsieg in Paris. Spieler und Trainer ordnen das Geschehen ähnlich ein. Vor allem eine Szene löst dabei Erstaunen aus.
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Meiste Touchdowns, Tackles & Co. – Zahlen zur Saison von Rhein Fire
Für Jaylon Henderson, den Quarterback der Paris Musketeers, könnte dieser letzte entscheidende Pass wie ein recht einfacher ausgesehen haben – zumindest dann, wenn er nicht auf dem Schirm hatte, dass Rhein Fires Flamur Simon noch von der Seite hereingeflogen kommen könnte, um den Ball abzufangen. Genau das tat der 25-Jährige aber und entschied mit dieser Interception das Spiel zugunsten des Titelverteidigers.
„So etwas habe ich von einem Linebacker noch nie gesehen“, schwärmte Wide Receiver Justin Schlesinger hinterher. „Wie er da in den Ball reingeflogen ist – zehn von zehn!“ Simon selbst ordnete das etwas nüchterner ein: „Der Ball kam in meine Richtung, ich bin einfach hingesprungen und dann hat es irgendwie gereicht. Da helfen 1,96 Meter Körpergröße und lange Arme.“ Aber natürlich „wartet man auf solche Momente“.
Die Defensive um Simon war letztlich auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass der knappe 17:15-Auftaktsieg gelang. Schon vor der Interception hatte sie mit zwei Sacks gegen Henderson diesen notwendigen, risikoreichen Pass überhaupt erst forciert und ein Comeback der Musketeers verhindert. „Es war auf Augenhöhe“, sagte Edge Rusher Destiny Idiahi: „Sie haben sehr gute Spieler, aber die beste Defense gewinnt am Ende – und das waren wir, darüber bin ich sehr glücklich.“
Paris war zwar mehrfach gut über des Feld gekommen, doch es führte nur zu wenigen Punkten: „Wir haben Yards abgegeben, aber nur Field Goals, keine Touchdowns, bis auf einen“, freute sich Defensive Coordinator Richard Kent. Viele Stolpersteine habe es gegeben zum Saisonstart: „Du erwartest, dass manche Dinge funktionieren, aber dann passiert doch etwas Unvorhergesehenes. Wir haben einige Hindernisse überstanden, was gut ist, denn das trainieren und erwarten wir.“
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Kent gewann somit seine erste Partie als Vertreter des aus familiären Gründen in der Heimat weilenden Head Coaches Jim Tomsula. Dass offensiv längst nicht alles rund lief, macht ihm keine Sorgen: „Wir haben nicht so viele Punkte gemacht wie wir wollten und haben sicher auch etwas liegengelassen. Aber darum geht es am Anfang der Saison: Du findest deinen Weg, um Spiele zu gewinnen. Wir mussten am Ende hart kämpfen, es war ein guter Einsatz des gesamten Teams.“
Schlesinger, der selbst einen Touchdown-Pass fing, pflichtete ihm bei: „Die Defense hat uns den Hintern gerettet an manchen Stellen. Aber es ist normal, dass wir uns als Offense erst einmal finden müssen.“ Die Meinung teilt Quarterback Chad Jeffries: „Ich bin sehr glücklich darüber, eine Defense zu haben, die mir den Rücken stärkt. Die Offense braucht ein wenig Zeit mit neuen Spielern und Coaches. Einfach zu gewinnen und 1:0 zu starten, ist gut.“
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Rhein Fire hat nun ein wenig Zeit, das Geschehen aufzuarbeiten und an den Feinheiten zu arbeiten. „Es fehlt noch an Kleinigkeiten während des Plays, dass man das richtige Timing hat und die richtige Kommunikation“, sagte Simon. Besser laufen kann und sollte es dann am 1. Juni, wenn die Vienna Vikings zur Neuauflage des Endspiels von 2024 in Düsseldorf zu Gast sein werden.

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