
14 Millionen Menschen können im September bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen ihre Stimme abgeben. CDU und SPD leiden unter einem dramatischen Vertrauensverlust vor Ort. Es dürfte zum Stresstest für die etablierten Parteien kommen.
VON STEFAN LAURIN UND FERDINAND KNAUSS am 6. September 2025 15 min
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Stefan Laurin ist freier Journalist und Herausgeber des Blogs Ruhrbarone. 2020 erschien sein Buch „Beten Sie für uns!“: Der Untergang der SPD“.
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Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Sein Buch „Merkel am Ende. Warum die Methode Angela Merkels nicht mehr in unsere Zeit passt“ ist 2018 im FinanzBuch Verlag erschienen.
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Die Parole auf dem Wahlplakat des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Stephan Keller kann man auch als komisch oder gar bedrückend verstehen: „Für ein Düsseldorf, das auch morgen noch atmet.“ Pfeift die die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt schon derart auf dem letzten Loch, dass ihr Atemstillstand droht? Soll man als Bürger einer deutschen Stadt von seinen Politikern und der Zukunft nichts mehr erwarten, als morgen noch „weiteratmen“ zu können? Oder betrifft die befürchtete Atemnot nur die in Düsseldorf ebenso wie in Nordrhein-Westfalen regierende CDU, für die Keller sich zur Wiederwahl stellt?
Am 14. September dürfen in allen 396 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens mehr als 14 Millionen Menschen Räte, Kreistage, Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte wählen. Am 28. September finden die Stichwahlen statt. Um die politische Bedeutung klarzumachen: In allen fünf ostdeutschen Ländern zusammen leben deutlich weniger Wahlberechtigte als im bevölkerungsreichsten Bundesland.
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