Dieses Kunstwerk soll mehr Besucher nach Gelsenkirchen locken – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Reinigen, wachsen, lackieren, verzinken: Was treibt so mancher für einen riesigen Aufwand, um Rost auf lieb gewordenen Gegenständen zu verhindern! Auf dem Josef-Büscher-Platz in Horst wird umgekehrt ein Kunstwerk daraus: Vor zehn Monaten dort platziert, sind die Metallbuchstaben auf dem Betonblock bewusst so angelegt, dass sie oxidieren.
Nun ist dieser Prozess abgeschlossen und damit ein zentraler Teil der künstlerischen Idee von Beni Veltum vollendet. Und das Objekt mit dem Schriftzug „Horst“ kann aus Sicht der Verantwortlichen sein volles Potenzial entfalten, um die Attraktivität des Stadtteils zu stärken.
Mag Schalke mit seinem Selfie-Motiv auf dem Grilloplatz Ende 2023 auch die Nase vorn gehabt haben: Die Initiatoren des aktuellen Projekts auf dem Büscher-Platz – allen voran der Verein Zukunft Horst – wollten mehr als ein klassisches Kunstobjekt mit Fotospot-Qualitäten. „Wir wollten ein starkes, selbstbewusstes Zeichen für Horst schaffen, das als Identifikationspunkt für die Menschen im Stadtteil fungiert und als neuer Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher dient“, so Vereinsvorsitzender Daniel Schacht.
Pop-up-Künstler Veltum hatte den massiven Betonblock von Beginn an als sich veränderndes Kunstwerk konzipiert, das erst durch den natürlichen Kontakt mit Wasser seine charakteristische rostbraune Oberfläche entwickelte. „Mit dieser finalen Ausprägung bekommt er nun genau die Authentizität, die ihn so besonders macht“, findet nicht nur der Horster City-Manager Konstantin Noll, dass sich das Objekt zu einem echten Orientierungspunkt gemausert habe.
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„Die Skulptur könnte mittelfristig auch den Startschuss für eine umfassende Neugestaltung des Josef-Büscher-Platzes geben“, betont Dr. Constantin Verse, 2. Vorsitzender des Vereins Zukunft Horst. Wie berichtet, gibt es seit Jahren Forderungen, die Fläche zumindest zum Teil als Parkraum zu nutzen, aber auch weiterhin als sozialen Treffpunkt vorzuhalten. Bislang wird sie für den Wochenmarkt und gelegentlich für Veranstaltungen genutzt.
Laut Verse zeigt Veltums Arbeit, „welches Potenzial in diesem zentralen Ort steckt, und kann Impulse für eine weitere städtebauliche Entwicklung setzen.“
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Dr. Uta Willim, Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, ist überzeugt: „Die Entwicklung des Kunstwerks zeigt eindrucksvoll, wie durch gemeinsames Engagement ein nachhaltiger Mehrwert für den Stadtteil entsteht. Der Schriftzug wertet den Platz sichtbar auf.“ Als neuer Anziehungspunkt erhöhe er die Besucherfrequenz, bringe mehr Leben in den öffentlichen Raum und setze wichtige Impulse für den lokalen Einzelhandel. Die Stadt finanzierte das Projekt mit einem niedrigen fünfstelligen Betrag.
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