
Ltr. Lokal-Redaktion
Gelsenkirchen. An einer Gelsenkirchener Hauptschule ist Freitagmorgen eine Drohung eingegangen. Die Polizei nimmt das ernst, es bestehe aber keine akute Gefahr.
Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Grillostraße in Gelsenkirchen wurden am Freitagmorgen noch vor Unterrichtsbeginn wieder nach Hause geschickt. Grund dafür ist eine Drohmail gegen die Schule, von der die Polizei um 7.52 Uhr Kenntnis erhalten hat. Weil die Hauptschule an der Hans-Böckler-Allee eine Nebenstelle der Hauptschule Grillostraße ist, wurde die Warnung durch den Schulleiter auch dorthin weitergeleitet. An der Hans-Böckler-Allee wiederum teilt sich die Hauptschule das Gelände mit den Grundschulen Martin-Luther und Don Bosco, was zu einer gewissen Aufregung unter den betroffenen Eltern führte.
Im Gespräch mit der WAZ Gelsenkirchen betonte Polizeisprecher Thomas Nowaczyk, dass es „keine konkreten Hinweise auf eine reale Gefahr gibt“. Die Bedrohung an sich stellt aber natürlich eine Straftat dar und wird sehr ernst genommen. Jeder Fall würde ernsthaft geprüft und auch in diesem Fall liefen die Ermittlungen.
Erst vergangene Woche Freitag hatte es Drohmails an das Berufskolleg Goldbergstraße in Buer und die Grundschule Marschallstraße in Gelsenkirchen-Bismarck gegeben.
Auch in Essen gab es am Freitagmorgen wieder Einsätze wegen abstrakten Drohungen gegen mehrere Schulen. Details nannte die Polizei noch nicht. Der Unterricht soll ersten Angaben zufolge aber stattfinden. Die Schreiben, die an die Schulen gingen, seien überall gleichlautend.
Zu den betroffenen Schulen zählt auch das Don Bosco Gymnasium in Borbeck. Schulleiter Jens Bette sagt: „Wir lassen uns nicht Bange machen, der Unterricht findet statt.“ Die E-Mail sei am Donnerstagabend eingegangen, man habe sofort Polizei und andere Behörden verständigt. Auch am Burggymnasium findet der Unterricht statt.
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Zuletzt häuften sich die Fälle, in denen in anonymen Mails Drohungen gegen Schulen ausgesprochen wurden. Anfang April fiel in Duisburg für einen Tag sogar der Unterricht für rund 20.000 Schülerinnen und Schüler aus. Hintergrund waren Gewaltdrohungen in Mails gegen Gesamt- und Sekundarschulen in der Stadt.
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