
Stellv. Red.-Leiter
Gelsenkirchen. Am 17. Mai wird wieder der CSD in Gelsenkirchen gefeiert. Im Voraus gibt es für die queere Community bedeutsame Neuigkeiten.
Es war das Herzensanliegen der Gelsenkirchener Grünen-Fraktion bei den vergangenen Haushaltsberatungen: Eine neue Beratungsstelle für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt soll kommen. Nun nimmt das Projekt so langsam Form an: Die Politik hat nun beschlossen, den Träger SVLS e.V. – bekannt durch die Leitung des queeren Jugendtreffpunkts „Together“ – mit der Errichtung einer entsprechenden Beratungsstelle zu beauftragen.
50.000 Euro für die „psychosoziale und kultursensible Beratungsstelle“ hatten die Grünen gesichert. Aus ihrer Sicht wird damit „eine gravierende Versorgungslücke in der Stadt geschlossen.“ Bislang nämlich mussten ratsuchende Menschen aus Gelsenkirchen in andere Ruhrgebietsstädte fahren, um Unterstützung bei Fragen, etwa zur sexuellen Identität, zu Diskriminierung oder Transitionsprozessen, zu erhalten.
„Mit der Einrichtung dieser Beratungsstelle setzen wir ein wichtiges Signal für die Wertschätzung der Vielfalt in unserer Stadt“, teilte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Adrianna Gorczyk mit. „Die neue Beratungsstelle wird Menschen jeden Alters nicht nur in krisenhaften Lebenssituationen unterstützen, sondern auch Austausch und Selbsthilfe fördern“, ergänzte die sozialpolitische Sprecherin der Grünen, Ingrid Wüllscheidt. „Sie ist ein wichtigstes Angebot für die queere Community.“
Die Beratungsstelle wird nach Angaben der Grünen voraussichtlich mit einer 25-Stunden-Personalstelle sowie Sachmitteln für Raummiete und weitere Bedarfe ausgestattet. Der freie Träger SVLS e.V. soll die konzeptionelle und organisatorische Ausgestaltung übernehmen, wodurch städtisches Personal entlastet werden könnte. Die Eröffnung der Beratungsstelle ist für den Spätsommer 2025 in der Wildenbruchstraße geplant.
Ganz im Zeichen der queeren Community steht auch der Samstag (17. Mai) in Gelsenkirchen-City. Dann steigt der mittlerweile sechste lokale Christopher Street Day. Das Motto ist dieses Mal „Gesellschaft ist, was wir draus machen“. Geplant ist zunächst ein Demozug, der um 12.30 Uhr am Margarethe-Zingler-Platz beginnt. Anschließend folgt von 13 bis 17 Uhr ein Straßenfest mit Live-Musik, Redebeiträgen und Infoständen. Eröffnet wird der CSD wieder von Oberbürgermeisterin Karin Welge (SPD).
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Eine Besonderheit in diesem Jahr: Der CSD fällt dieses Mal auf den „IDAHOBIT“, den Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit. Dieser erinnert an den 17. Mai 1990 – den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität offiziell aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen hat. Dazu haben sich die Köpfe hinter dem Jugendtreff „Together“ Mitmachaktionen an ihrem Stand einfallen lassen.
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