
Nach dem schweren Badeunfall am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen-Horst ist auch der zweite der beiden geretteten Jugendlichen gestorben. Nachdem in der Nacht zu Montag (22. Juni) bereits der 14-Jährige aus Gladbeck seinen schweren Verletzungen erlag, verstarb am Mittwoch auch sein 19-jähriger Bruder. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
Polizei und Feuerwehr waren am Sonntagabend gegen 22.10 Uhr zum Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal ausgerückt, nachdem zwei Personen im Wasser vermisst worden waren. Rettungstaucher zogen die beiden Jugendlichen gegen 22.31 Uhr schwer verletzt aus dem Kanal.
Es ist bereits der zweite tödliche Badeunfall an nahezu derselben Stelle innerhalb von zwei Tagen. Schon am Samstag (20. Juni) war an dem Abschnitt im Nordsternpark ein 16-Jähriger ums Leben gekommen. Die Polizei hatte daraufhin eindringlich vor den Gefahren des Schwimmens im Kanal gewarnt.
„Diese schrecklichen Unglücke sind erschütternd. Mein Mitgefühl und meine Anteilnahme gelten den Familien, Angehörigen sowie Freundinnen und Freunden. Ein solch plötzlicher Verlust ist ein schwerer Schlag“, so Oberbürgermeisterin Andrea Henze.
Der Rhein-Herne-Kanal ist eine Bundeswasserstraße und kein offizielles Badegewässer. Vorbeifahrende Schiffe verdrängen große Wassermengen und erzeugen Sog und Strömungen, die selbst geübte Schwimmer in Schwierigkeiten bringen. Hinzu kommen schlechte Sicht im trüben Wasser sowie versunkene Gegenstände wie Schrott, Glasflaschen oder Treibholz. „Kein noch so heißer Tag ist es wert, ihn gegen das Leben einzutauschen“, appellierte die Polizei. Sie bittet Eltern und Angehörige, Kinder und Jugendliche für die Gefahren zu sensibilisieren.
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Ausdrücklich verboten ist das Schwimmen im Bereich von 100 Metern ober- und unterhalb von Brücken, Wehren, Hafeneinfahrten, Liegestellen und Anlegestellen der Fahrgastschifffahrt.
Um weitere Unglücke zu verhindern, hat die Stadt Gelsenkirchen reagiert. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat seine Präsenz entlang des Rhein-Herne-Kanals erhöht, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen verstärkt auf Streife, werden auf Gefahren hinweisen, aber auch verwarnen und Verbote aussprechen, falls nötig.
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