
Zwei Einsätze, sechs Festnahmen: Am späten Montagabend (14. September) hat die Polizei in Gelsenkirchen gleich zweimal mutmaßliche Autoaufbrecher gestoppt. Entscheidend waren in beiden Fällen Hinweise aus der Nachbarschaft – in einem Fall sogar ein Handyvideo.
Der erste Einsatz begann gegen 22.15 Uhr in Resse. Anwohner beobachteten, wie sich zwei Männer an geparkten Autos auf der Raesfelder Straße zu schaffen machten, und riefen die Polizei. Die Streifen fanden die beiden kurz darauf. Bei der Kontrolle stellten die Beamten Diebesgut sicher. Ein 18-Jähriger aus Essen und ein 19-jähriger Gelsenkirchener wurden vorläufig festgenommen.
Gut eine Stunde später, gegen 23.35 Uhr, meldete ein Zeuge in der Altstadt einen laufenden Aufbruch: An der Ringstraße machten sich mehrere Männer an einem Lieferwagen zu schaffen. Der Zeuge filmte die Szene mit seinem Handy.
Als die ersten Streifenwagen eintrafen, waren die Täter bereits verschwunden. Doch das Video lieferte die entscheidenden Hinweise auf das Fluchtauto und die Insassen. Nur kurze Zeit später stoppten Polizisten den Wagen unweit des Tatorts – im Inneren fanden sie die komplette Beute.
Im Auto saßen ein 20-Jähriger aus Witten, ein 34-Jähriger aus Leverkusen sowie zwei Männer im Alter von 19 und 27 Jahren ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Alle vier kamen zur Wache. Die Ermittlungen dauern in beiden Fällen an.
Die Polizei nimmt die beiden Einsätze zum Anlass für eine Warnung: Wertgegenstände sollten niemals offen sichtbar im Auto zurückgelassen werden. Ein Fahrzeug sei kein sicherer Aufbewahrungsort.
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