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Am 9. Mai werden zwei Kühltürme eines Kraftwerks in Gelsenkirchen gesprengt. Die Sprengung verlief mit vollem Erfolg.
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Am Samstagvormittag (9. Mai) bebte in Gelsenkirchen die Erde. Zwei gigantische Kühltürme des alten Uniper-Kraftwerks im Stadtteil Scholven verschwanden endgültig aus dem Stadtbild. Mit gewaltigen Sprengladungen brachten Experten die 114 Meter hohen Bauwerke gleichzeitig zum Einsturz.
Wie Uniper mitteilte, kippten die schweren Betonriesen der Blöcke D und E – und damit rund 15.000 Tonnen Beton – unmittelbar nach der Zündung wie geplant aufeinander zu.
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„Es ist alles nach Plan verlaufen“, so eine Sprecherin des Energiekonzerns. Nachdem die Spreng-Fachleute den Sperrbereich von rund 300 Metern mit einigen gesperrten Straßen begangen haben, soll dieser ebenfalls freigegeben werden.
Den Angaben des Unternehmens zufolge war das Kraftwerk Scholven in den 1960er Jahren das größte Steinkohle-Kraftwerk Deutschlands. Mit dem Ausstieg aus der Stromerzeugung aus Kohle wurden die meisten Kraftwerksblöcke stillgelegt. Bereits in den Jahren 2008, 2015 und 2025 wurden drei Kühltürme und mehrere Industriegebäude auf dem Gelände gesprengt. Nun waren die Blöcke D und E an der Reihe.
Die Zeit der Kohleverstromung ist am Standort Scholven allerdings noch nicht ganz vorbei. Die Blöcke B und C wurden als systemrelevant eingestuft und sollen bis 2031 am Netz bleiben, um die Stromversorgung zu stabilisieren, wenn zu wenig Wind- und Solarstrom erzeugt wird.
Auf der frei werdenden Fläche in Gelsenkirchen plant Uniper in den kommenden Jahren den Bau einer modernen Turbinenanlage. Diese soll zunächst Strom aus Gas erzeugen.
In der Zukunft könnte die Anlage laut Angaben des Unternehmens sogar mit klimafreundlichem Wasserstoff laufen. Dadurch behält der Standort Scholven seine wichtige Rolle für die regionale Stromversorgung und den Übergang zu erneuerbaren Energien.
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