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Bis man einen Termin beim Amt in Gelsenkirchen bekommt, benötigt man manchmal viel Geduld. Doch das soll nun eine App ändern.
Morgens klingelt der Wecker, damit man pünktlich um 7.30 Uhr vor dem Rechner oder dem Handy sitzt, um noch kurzfristig einen Termin beim Amt zu bekommen. Egal, ob Jobcenter, Zulassungsstelle oder Führerscheinstelle – alle bieten um diese Uhrzeit kurzfristige Termine für den Tag an. Doch auch die sind meist innerhalb von wenigen Sekunden alle freien Plätze wieder vergeben. Somit geht das Spiel am nächsten Tag von vorne los und bis zur Terminvergabe kann es lange dauern.
Genau dieses Problem hatte auch Kerim Polat, als er einen Wagen anmelden wollte. „Danach dachte ich mir, es muss eine bessere Lösung geben, um an Termine ranzukommen.“ Über Wochen tüftelte der 22-Jährige deshalb an einer App, die die Terminsuche in Gelsenkirchen vereinfacht. Im Juli etwa war dann „Terminpilot“ geboren, so wie die App anfangs hieß. Inzwischen heißt sie „TerminBooster“ und der Entwickler hat DER WESTEN den Ablauf und alle Funktionen erklärt.
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Das Programmieren hat sich der junge Gelsenkirchener eigenen Angaben zufolge selbst durch Youtube-Videos beigebracht. Erst habe er die App nur für sich entwickelt, doch dann wollte er seine Idee mit anderen teilen. „TerminBooster soll die Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Stadt Gelsenkirchen darstellen, um Termine sichtbarer zu machen“, so dein Gedanke.
Über sein Handy ruft Kerim direkt mal den „TerminBooster“ auf und zeigt uns, wie die App funktioniert. Aktuell gibt es die App nur über den Webbrowser, in naher Zukunft soll sie jedoch auch Apple App Store und Google Play Store zur Verfügung stehen. Zunächst einmal können Nutzer die Behörde auswählen, wo sie einen Termin benötigen. Zur Auswahl stehen: das Bürgercenter, das Jobcenter, die Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle.
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Anschließend gibt der Nutzer sein Anliegen und den passenden Standort an. Als optionalen Filter kann noch der Terminzeitraum bestimmt werden, also ein bestimmter Tag oder eine bestimmte Uhrzeit. „Nachdem man auf ‚Start‘ gedrückt hat, läuft die Suche im Hintergrund. Dann werden einem die offenen Termine angezeigt. Wenn man einen auswählt, wird man direkt auf die offizielle Behördenseite weitergeleitet. In dem Moment ist die App raus, um keine sensiblen personenbezogenen Daten zu speichern“, erklärt Polat weiter.
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Sein großer Wunsch sei es, dass sich die Stadt Gelsenkirchen für eine Zusammenarbeit überzeugen lassen könnte. „Aktuell trage ich die ganzen Kosten, eine Kooperation mit der Stadt würde deshalb sehr helfen“, erklärt der 22-Jährige. Wie auch ein Sprecher der Stadt Gelsenkirchen gegenüber DER WESTEN bestätigte, soll es im Oktober einen Termin geben, damit Polat die Chance hat, „TurboBooster“ einmal im Detail vorzustellen, „um abzuschätzen, inwieweit sie womöglich für uns hilfreich wäre“, heißt es.
Die App ist kostenlos und werbefrei und das soll sie auch bleiben, wenn es nach ihm geht. „Ich möchte nicht, dass Menschen, die Geld für ein Abo oder eine Premium-Version bezahlen können, bessere Chancen auf einen Termin haben als Menschen, die sich das nicht leisten können. Jeder soll dieselben Möglichkeiten haben“, betont Polat.
Für die Zukunft hofft er, dass „TerminBooster“ nicht nur den Menschen in Gelsenkirchen, sondern auch noch anderen Städten in der Umgebung helfen könnte.
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