Messer, Drogen, Vapes: Großeinsatz gegen Jugendkriminalität in Gelsenkirchen – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) sind am Donnerstag (26. März) erneut gemeinsam gegen Kinder- und Jugendkriminalität in Gelsenkirchen vorgegangen. Zwischen 12.30 Uhr und 20 Uhr waren zahlreiche Einsatzkräfte im gesamten Stadtgebiet unterwegs.
Im Fokus standen bekannte Treffpunkte und Bereiche, die in der Vergangenheit immer wieder durch Gewalt- und Raubdelikte aufgefallen sind. Dazu zählen unter anderem U-Bahnhöfe, das Umfeld des Musiktheaters, der Goldbergplatz sowie der Heinrich-König-Platz. Auch in Buer gab es Maßnahmen.
Zivile Kräfte beobachteten die Szene, während uniformierte Beamte sichtbar Präsenz zeigten. Zusätzlich waren Fußstreifen in der Innenstadt unterwegs.
Im Rahmen des Einsatzes kontrollierten Polizei und KOD mehr als 130 Personen und stellten zahlreiche Identitäten fest. Bei Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte unter anderem ein Messer, Pfefferspray, Betäubungsmittel sowie illegale Vapes. Die Gegenstände wurden sichergestellt.
Insgesamt schrieben die Beamten 15 Strafanzeigen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Steuerhehlerei.
Die Ermittler des Kriminalkommissariats 15, das sich mit Jugendkriminalität und Intensivtätern befasst, führten sechs sogenannte Gefährderansprachen durch. Zudem sprachen sie erneut mit Geschädigten, darunter auch mit einem Kind, das Opfer eines Raubdelikts geworden war.
Parallel dazu waren Kräfte der Kriminalprävention und des Opferschutzes im Einsatz, hauptsächlich im Stadtteil Ückendorf. Sie suchten Jugendhilfeeinrichtungen auf und führten rund zwei Dutzend Gespräche mit Kindern und Jugendlichen.
Kriminaloberrat Benjamin Thom, Leiter der Soko Jugend, bewertet den Einsatz positiv: „Durch die massive Präsenz haben wir gezeigt, dass wir die Kinder und Jugendlichen im Auge haben. Diese sichtbaren und spürbaren Einsätze sorgen nicht nur objektiv für Sicherheit, sie erhöhen auch das subjektive Sicherheitsempfinden.“
Die Polizei kündigt an, ihre Strategie fortzusetzen. Solche Einsätze sollen auch künftig regelmäßig stattfinden – sowohl repressiv als auch präventiv.
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