Nach AfD-Putzaktion in Gelsenkirchen – jetzt kontert die Linke mit einem Video – DerWesten


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Anfang Juni schockierte ein Video der AfD aus dem Stadtteil Ückendorf. Die Linke startete deshalb eine politische Gegenoffensive.
Anfang Juni hatte die AfD mit einer Putzaktion im Gelsenkirchener Stadtteil Ückendorf für Empörung gesorgt. Das hatte auch politische Konsequenzen. Die Linke setzte sich jetzt mit einer Aktion gegen das Handeln der AfD ein.
Enxhi Seli-Zacharias ist AfD-Politikerin und seit 2022 Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen. Mit einer Putzaktion Anfang Juni im Stadtteil Ückendorf sorgte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende zuletzt für viel Kritik. Seli-Zacharias nötigte gemeinsam mit weiteren Anhängern Menschen dazu, Straßen zu reinigen. Bundestagsabgeordnete Sonja Lemke und ihr Kollege Jan Köstering von der Linken wollten dagegen ein klares Zeichen setzen.
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Nach Ückendorf sind in den vergangenen Jahren Menschen aus Südosteuropa zugezogen, darunter auch Familien und Zuwanderer, die zu den Sinti und Roma zählen. Diese Familien leben teils in stark vernachlässigten Häusern und schwierigen Verhältnissen. „Zuvor hatte die noAfD dort Menschen mit Migrationshintergrund vor laufender Kamera zum Straßenputzen aufgefordert und sie dabei öffentlich vorgeführt“, schrieb die Linke unter ihr Video auf „Facebook“.

Die Linken-Politiker Lemke und Köstering nahmen dies zum Anlass für eine Gegenaktion: „Wir haben deshalb zuerst das Gespräch mit Menschen vor Ort gesucht und anschließend mit der Caritas und dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW über die Herausforderungen im Stadtteil und konkrete Perspektiven für Ückendorf und darüber hinaus gesprochen“, schrieben sie zu ihrer Gegenaktion. Damit wolle die Partei „ein Zeichen gegen rassistische Hetze und für ein solidarisches Miteinander“ setzen.
„Wir sind hier in Gelsenkirchen, wo die schlechte Sozialpolitik der AfD missbraucht wird für ihre rassistische Hetzkampagne gegen Menschen, die hier vor Ort leben“, erklärte Jan Köstering im Video. Weiter sagte er: „Wir sind hier, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und deren Sorgen und Bedürfnisse ernst zu nehmen“. Die Linken-Politiker zeigten dabei auch ein Plakat mit der Botschaft: „Den braunen Müll wegfegen“.
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