Nach Vonovia tauscht auch Vivawest die Führung aus – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Redaktionsleiter/in Wirtschaft
Gelsenkirchen. Gelsenkirchener Wohnungskonzern holt Immobilienmanagerin aus Berlin, um Uwe Eichner abzulösen. Warum es für die Neue auch eine Art Heimkehr ist.
Das Rücken der großen Stühle in den NRW-Wohnungsriesen geht weiter: Nach Vonovia gab auch die Gelsenkirchener Vivawest, viertgrößte Vermieterin in Deutschland, einen Wechsel an der Konzernspitze bekannt: Sandra Wehrmann löst im Januar 2026 den bisherigen Vivawest-Chef Uwe Eichner ab. Beim Bochumer Branchenführer Vonovia hatte unlängst Rolf Buch seinen Rückzug zum Jahresende angekündigt.
Uwe Eichner führt Vivawest seit vier Jahren, seine Karriere begann er bei der Ruhrkohle, aus der auch das Unternehmen hervorgegangen ist. Vivawest ist mit knapp 120.000 Wohnungen einer der größten Vermieter in NRW, sitzt im Gewerbepark der früheren Zeche Nordstern in Gelsenkirchen. Größte Anteilseignerin ist heute die mächtige RAG-Stiftung, mehr als ein Viertel hält die Gewerkschaft IGBCE, den Rest die RAG und der Chemiekonzern Evonik, die bis 2007 gemeinsam unter dem Dach der Ruhrkohle AG firmierten.
Eichner (62) verabschiede sich zum Jahresende in den Ruhestand, teilte das Unternehmen mit. Der Aufsichtsrat habe als Nachfolgerin Sandra Wehrmann für fünf Jahre bestellt. Sie stehe für „Kontinuität an der Spitze“. Wehrmann verfüge über jahrzehntelange Erfahrung in der Wohnungswirtschaft und passe „hervorragend zu Vivawest“.
Wehrmann ist aktuell noch Vorstandsmitglied der Berliner Wohnungsgesellschaft Degewo mit 82.000 Wohnungen in der Hauptstadt. Die Immobilienökonomin hat sich in Berlin neben anderen Geschäftsbereichen insbesondere um Quartiersentwicklung sowie klimagerechtes Bauen und Sanieren gekümmert. Themen, die auch für den Häuserbestand von Vivawest von zentraler Bedeutung sind. Geboren wurde die 57-Jährige in Dinslaken, sie kehrt also nun ins Ruhrgebiet zurück.
„Sandra Wehrmann vereint strategischen Weitblick mit einer klaren Haltung zu den großen Zukunftsfragen der Wohnungswirtschaft“, verteilt Aufsichtsratschefin Bärbel Bergerhoff-Wodopia Vorschussloorbeeren. Die designierte neue Chefin erklärte, Vivawest setze mit dem „Fokus auf qualitatives Wachstum und eine ganzheitliche Entwicklung von Quartieren Maßstäbe“. Darauf wolle sie mit den 2400 Beschäftigten aufbauen.
In den Ruhestand geht zum Ende des Jahres auch Rolf Buch, der den Branchenführer Vonovia seit zwölf Jahren führt. Diese Entscheidung kam überraschend, schließlich hat der 60-Jährige noch einen bis 2028 laufenden Vertrag. Sein Nachfolger wird der frühere SAP- und Vodafone-Manager Luka Mucic.
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