Naturschauspiel in Gelsenkirchen-Resse: Bis zu 13 Störche am Wolterhof gesichtet – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Am Wolterhof an der Middelicher Straße in Gelsenkirchen-Resse sind wiederholt Störche gesichtet worden. WAZ-Leser Edgar Schermaul konnte am Mittwochnachmittag (15. Juli) gleichzeitig 13 der rotbeinigen Tiere beobachten und fotografieren.
Jannik Wolter, Betreiber des Wolterhofes, bestätigt die Beobachtungen. „Die Tiere sind regelmäßig seit zehn oder zwölf Tagen zu sehen.“ Nach seinen Aussagen sind es „mehr geworden, erst waren es nur zwei“. Auch am Freitag Mittag waren nach Wolters Angaben acht Störche zu beobachten. Der Landwirt beschreibt, dass die Tiere regelmäßig mit seinen Kühen auf der hofeigenen Weide stehen würden. Offenbar suchen die Vögel dort nach Nahrung, etwa nach Insekten, Mäusen oder Regenwürmern. Den Vierbeinern scheint dies nichts auszumachen.
Auf Schermauls Fotos präsentieren sich die Vögel in direkter Nähe zu den Limousinrindern, die auf dem Wolterhof gehalten werden. Diese grasen im Hintergrund, während die bis zu 125 Zentimeter großen Vögel das Gras nach Nahrung durchforsten.
Den Wolterhof kennt man Gelsenkirchen nicht nur als reinen Bauernhof, sondern auch wegen seines gastronomischen Angebots. Dort gibt es neben einem einem Restaurant auch einen Hofladen. Das Angebot reicht von täglich frischem Spargel (in der Saison) über Limousinrindfleisch aus eigener Zucht bis zu hausgemachten Broten, Kuchen und Torten.
Die Bestände des Weißstorches haben sich nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in den vergangenen Jahren stark erholt. Nachdem bei einer Bestandserhebung im Jahr 1988 nur noch rund 3000 Brutpaare gezählt wurden, waren es 2023 wieder über 12.000 Brutpaare. Dennoch reiche der Bruterfolg der Störche nicht aus. Die Bestandserhöhung würde „vor allem aus einem Zuzug von Störchen aus Regionen mit besseren Lebensbedingungen und höherem Bruterfolg“ resultieren. Störche können bis zu 40 Jahre alt und bis zu 4,5 Kilo schwer werden. Weißstörche sind Zugvögel, die in der Regel jährlich weite Strecken zwischen ihren Brutquartieren in nördlicheren Regionen wie Deutschland und ihren Winterquartieren in Afrika südlich der Sahara zurücklegen.
In einer früheren Version dieses Textes hieß es, dass die Störche in Gelsenkirchen-Erle gesichtet worden seien. Richtig ist natürlich Gelsenkirchen-Resse. Wir haben den Fehler korrigiert.
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