
Nach rund einem Jahr Bauzeit ist die neue Rettungswache am Marienhospital Gelsenkirchen (MHG) in Ückendorf eingeweiht worden. In den Hallen an der Virchowstraße stehen künftig zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug für Einsätze bereit. Damit wird die notfallmedizinische Versorgung im Gelsenkirchener Süden ausgebaut – und auf dem Klinikgelände kann zugleich das nächste Bauprojekt starten.
„Kurze Wege und schnelle Einsatzzeiten, das sind wichtige Elemente, wenn es um das Leben und die Gesundheit von Menschen geht“, sagte Oberbürgermeisterin Andrea Henze bei der Einweihung. Mit der neuen Rettungswache habe man einen Standort gefunden, der für den Süden der Stadt genau das biete.
Die beiden Rettungswagen werden von Einsatzkräften der Johanniter-Unfall-Hilfe besetzt. Beim Notarztwagen arbeiten das MHG und die Feuerwehr Gelsenkirchen zusammen: Das Krankenhaus stellt die Notärztinnen und Notärzte, die Fahrerinnen und Fahrer sowie das rettungsdienstliche Fachpersonal kommen von der Feuerwehr. „Hier am neuen Standort arbeiten Stadt, Marienhospital, Feuerwehr und Johanniter eng zusammen, um die notfallmedizinische Versorgung insbesondere im Gelsenkirchener Süden sicherzustellen und weiter zu verbessern“, sagte Feuerwehrchef Ansgar Stening.
Auch für die Rettungskräfte selbst bietet der Neubau mehr Platz. Neben den drei Stellplätzen für die Einsatzfahrzeuge gibt es im Obergeschoss acht Bereitschaftsdienstzimmer, außerdem einen Dokumentationsraum, einen Aufenthaltsraum mit Küche, Umkleiden und Sanitäranlagen. Insgesamt verfügt das Gebäude über eine Nettoraumfläche von rund 536 Quadratmetern.
Gebaut wurde die neue Wache vom Krankenhausträger KERN (Katholische Einrichtungen Ruhrgebiet Nord), wozu das Marienhospital gehört, angemietet wird die Rettungswache von der Stadt Gelsenkirchen. Der Startschuss für das Projekt fiel am 21. August 2025. Zunächst musste das Grundstück von bestehenden Leitungen und Kabeln freigeräumt werden, bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen konnten. Trotzdem ging der Bau schneller voran als geplant: Die Rettungswache wurde einen Monat früher fertig.
Auch beim Geld blieb das Projekt unter der ursprünglichen Kalkulation. Statt der zunächst veranschlagten rund 5,82 Millionen Euro werden die Gesamtkosten inklusive Finanzierung voraussichtlich bei etwa 4,9 Millionen Euro liegen. Davon entfallen rund 3,65 Millionen Euro auf die reinen Baukosten.
Mit dem Umzug der Rettungswache auf die andere Seite der Virchowstraße wird zugleich Platz für das nächste große Bauprojekt auf dem MHG-Campus frei: die neue Arche Noah. Die Kurzzeiteinrichtung und das Kinderhospiz sollen dort entstehen, wo bislang die Interims-Rettungswache untergebracht war. Der offizielle Baubeginn ist für den 25. September vorgesehen.
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