
Stand: 05.03.2026 • 12:23 Uhr
Die Polizei in Gelsenkirchen hat die ersten Vorladungen für Geschädigte des Sparkasseneinbruchs verschickt. Und mittlerweile sind 650 Hinweise zu dem Fall eingegangen – gut fünfzig mehr als noch vor einiger Zeit.
Gut 900 Besitzer von Schließfächern der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer erhalten in diesen Tagen Post. In den Briefen ist eine Vorladung der Polizei enthalten. Sie hatten bislang nicht auf ein freiwilliges Gesprächsangebot reagiert. Jetzt müssen sie auf dem Polizeipräsidium erscheinen.
Die Vorladung ist Teil der Ermittlungen. Die Polizei will von ihnen wissen, was in den Schließfächern lag und wer wie häufig im Tresorraum war. Etwa 2.300 Schließfachbesitzer waren dem freiwilligen Aufruf gefolgt. Dafür hatte die Polizei Gelsenkirchen extra Büroräume angemietet. Die ausstehenden Gespräche sollen jetzt im Polizeipräsidium stattfinden.
Unterdessen hat die Polizei ihre Ermittlungsarbeit verändert. Die schnell eingerichtete Besondere Aufbauorganisation „BAO Bohrer“ ist in eine neu gegründete „Ermittlungskommission Kernbohrer“ überführt worden. Was bedeutet das für die Ermittlungen?
„Ich kann Ihnen versichern, dass wir weiterhin mit umfangreichen Kräften an dem Fall arbeiten“, sagt Polizeisprecher Thomas Nowaczyk. Mittlerweile ist die Spurensicherung im Tresorraum abgeschlossen, dort waren hunderte Ermittler rund um die Uhr beschäftigt. „Das ist nun nicht mehr nötig“, sagt der Pressesprecher.
Damit sind ab sofort unter 100 Ermittler mit dem spektakulären Fall beschäftigt, die nicht nur in Gelsenkirchen arbeiten, sondern auch in Behörden der umliegenden Städte sowie im Landeskriminalamt.
So sah der Tresorraum nach dem Einbruch aus
Und noch eine neue Zahl hat die Polizei verkündet: Mittlerweile sind 650 Hinweise zu dem Fall eingegangen, gut fünfzig mehr als noch vor einiger Zeit. Wann die im Tresorraum aufgefundenen Wertgegenstände an die Besitzer zugeordnet werden, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft hat eine Freigabe noch nicht angeordnet, sie sind weiterhin in polizeilicher Verwahrung.
Ob es eine heiße Spur zu möglichen Tätern gibt, lässt die Polizei weiterhin offen. Polizeipräsident Tim Frommeyer erklärte erst vor kurzem, er sei sicher, dass man die Täter fassen wird.
Unsere Quellen:
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 06.03.2026, 11:30 Uhr
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