Polizei Gelsenkirchen gibt Rest-Inhalte aus den Sparkassen-Tresors frei – "Wichtig für Geschädigte" – DerWesten


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Der spektakuläre Einbruch in Gelsenkirchen sorgt immer noch für Aufsehen. Jetzt ist immerhin eine kleine Entscheidung gefallen, die für Aufatmen bei vielen Betroffenen sorgt. Die Staatsanwaltschaft Essen hat die im Tresorraum gefundenen Gegenstände freigegeben. Bislang galten die sichergestellten Dinge als Beweismittel. Deshalb konnten sie nicht herausgegeben werden. Nun dürfen die Besitzer ihre Gegenstände zurückerhalten. Organisiert […]
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Der spektakuläre Einbruch in Gelsenkirchen sorgt immer noch für Aufsehen. Jetzt ist immerhin eine kleine Entscheidung gefallen, die für Aufatmen bei vielen Betroffenen sorgt. Die Staatsanwaltschaft Essen hat die im Tresorraum gefundenen Gegenstände freigegeben.
Bislang galten die sichergestellten Dinge als Beweismittel. Deshalb konnten sie nicht herausgegeben werden. Nun dürfen die Besitzer ihre Gegenstände zurückerhalten. Organisiert wird die Ausgabe jedoch nicht von der Polizei, sondern von der Sparkasse in Gelsenkirchen. Die Polizei selbst nennt es „eine wichtige Entwicklung für die Geschädigten“.

Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Die Verantwortlichen in Gelsenkirchen sprechen von einem komplizierten Prozess. Es handle sich um ein riesiges Puzzle, das Zeit brauche. Die Betroffenen sollen rechtzeitig umfassend informiert werden.
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Dirk Heemann von der Sparkasse Gelsenkirchen hofft dennoch auf einen baldigen Start. „Ich hoffe einfach, dass wir das im Laufe der nächsten Woche starten können – mit den Dingen, die relativ einfach zuzuordnen sind. Das sind Dinge, die namentlich einem Schließfach-Inhaber zuzuordnen sind“, erklärte er.
Auch Sparkassenchef Michael Klotz betont die Bedeutung für die Menschen in Gelsenkirchen. „Der Einbruch in unsere Filiale in Buer hat viele Menschen in unserer Stadt hart getroffen. Die Verluste sind für unsere Kundinnen und Kunden schmerzhaft, das wissen wir. Umso mehr freut es uns, dass wir mit der Zuordnung und anschließenden Rückgabe der zurückgelassenen Gegenstände beginnen können.“
Doch nicht alle sehen die Entwicklung positiv. Rechtsanwalt Daniel Kuhlmann, der zahlreiche Betroffene vertritt, äußert deutliche Zweifel. Er kritisiert, dass die Gegenstände überhaupt bei der Sparkasse gelagert wurden. Zudem wirft er der Sparkasse in Gelsenkirchen mangelnde Transparenz vor. „Wir werfen der Sparkasse vor, dass im Verfahren suggeriert wird, dass man überhaupt nicht weiß, wann die Gegenstände freigegeben werden. Und tatsächlich hat die Polizei mit der Sparkasse bereits alles abgestimmt und die Rückgabe organisiert“, sagte er.
Kuhlmann geht noch weiter und prüft strafrechtliche Schritte. „Wir haben den Eindruck, dass das ein bisschen verschleiert werden sollte, dass man die Höhe des Schadens nicht feststellen kann“, erklärte der Anwalt. Sparkasse und Polizei weisen diese Vorwürfe zurück. Beide betonen, dass die Bank bislang keinen Zugriff hatte. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen in Gelsenkirchen weiter auf Hochtouren.
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