Polizistin schießt bewaffneten Mann in Gelsenkirchen an – war das in Ordnung? – WDR


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WDR 2 Min. 20 Sek. Verfügbar bis 21.09.2028

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Ein bewaffneter Mann ist bei einem Polizeieinsatz in Gelsenkirchen angeschossen worden. Jetzt wird ermittelt.
Gegen 0:30 Uhr in der Nacht zu Sonntag wird die Polizei in Gelsenkirchen alarmiert. Mehrere Menschen berichten, dass sie auf der Weststraße im Stadtteil Erle von einem Unbekannten mit einer Schusswaffe in der Hand bedroht wurden.
Polizisten finden den Verdächtigen an einer Haltestelle. Laut Polizei bedroht er dabei auch eine Polizistin mit der Waffe. Die schießt daraufhin mit ihrer Dienstwaffe und verletzt den 38-Jährigen durch einen Schuss in den Unterschenkel. Später stellt sich heraus, dass es sich bei der Waffe des Mannes um eine Schreckschusspistole gehandelt hat.
„Solch eine Situation ist für jeden Polizisten eine Herausforderung„, sagt Alexander Jahns von der Polizei Krefeld. Sie hat aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen übernommen. „Die Schreckschusspistolen heutzutage sind nicht mehr von scharfen Schusswaffen zu unterscheiden.„
Das bestätigt auch Waffenhändler Wolfgang Stabe aus Bochum-Wattenscheid: „Ein Polizeibeamter wäre falsch beraten, wenn er nicht schießen würde.“ Denn auch von Schreckschusspistolen gehen Gefahren aus. „Da kommen bis zu 2000 Grad heiße Gase raus„, sagt Stabe. Bei einem Schuss könnte einem Menschen so das Gesicht verbrannt werden.
Die Polizei Krefeld ermittelt jetzt, ob die Kollegin aus Gelsenkirchen in der Situation tatsächlich schießen durfte. Der 38-Jährige mit der Waffe liegt mit seinem verletzten Oberschenkel im Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht.
WDR 20.09.2026 36 Sek. Verfügbar bis 19.09.2028 WDR Online
Sendung: WDR.de, Bewaffneter Mann in Gelsenkirchen von Polizei angeschossen, 20.09.2026, 15:40 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Ruhr, 21.09.2026, 19:30 Uhr
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