
Am 04. Juni 2025 lädt die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Evangelischen Klinikums Gelsenkirchen (EVK), Teil des Evangelischen Verbunds Augusta Ruhr (EVA Ruhr), unter der Leitung des Chirurgischen Direktors, Prof. Dr. Chris Braumann, Interessierte zum „GelsenFORUM3 – Proktologie“, einer Info-Veranstaltung zum Thema Erkrankungen des End-/Mastdarms sowie des Analkanals und Analrandes ein. Neben Vorträgen zu Hämorrhoiden, Analfisteln und -fissuren, werden Behandlungsverfahren und vorsorgende Maßnahmen erläutert sowie der Austausch zwischen Experten und Interessierten forciert. Die Veranstaltung startet um 17:00 Uhr im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.
Erkrankungen des Analkanals
Nach einer kurzen Vorstellung der Klinik – durch Prof. Dr. Chris Braumann – stellt Dr. Johannes Spohnholz, Standortleiter der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, das Team vor. Anschließend berichtet Dr. Sina Vogel, Funktionsoberärztin Koloproktologie, Katholisches Klinikum Bochum, (in Vertretung für Dr. Bernd Bolik, Leitender Arzt Koloproktologie, Katholisches Klinikum Bochum) über moderne und schonende Behandlungsverfahren bei Erkrankungen des End-/Mastdarms und des Analkanals.
Eine dieser Erkrankung kann zum Beispiel die Analfissur sein, die Symptome wie stechende und brennende Schmerzen bei der Stuhlentleerung und einen juckenden oder nässenden After hervorrufen kann. Bei einer Analfissur reißt die Haut im Analkanal ein und es bildet sich ein Geschwür. Werden Analfissuren chronisch können Analfisteln auftreten: Das sind kleine Gänge, die sich abgehend vom Darm bilden. Deren Symptome können denen der Analfissur ähneln. Über beide Erkrankungen berichtet Dr. Jörn-Eike Scholle, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und allgemeine Innere Medizin im EVK.
Volkskrankheit Hämorrhoiden
Eine weitere proktologische Erkrankung sind Hämorrhoiden. Über diese referiert Dr. Ramadan Saipic, Oberarzt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Hämorrhoiden sind Blutgefäße, die im Körper – zusammen mit dem Schließmuskel – den After dichthalten. Sind diese allerdings zum Beispiel aufgrund von Verstopfung, Übergewicht oder genetischer Veranlagung, vergrößert, können sie Juckreiz, Schmerzen und Blutungen verursachen. Der Oberarzt informiert nicht nur über die Erkrankung, sondern stellt ebenso konservative und moderne Behandlungsverfahren bei Hämorrhoiden vor. Dazu gehört unter anderem die Laser-Hämorrhoidoplastie (LAP), bei der Experten des Klinikums das hämorrhoidale Leiden mittels Laser schonender und damit schmerzärmer entfernen können. Dass bereits vor einer Behandlung angesetzt werden kann, zeigt Ernährungsberaterin Lisa Konert. In ihrem Vortrag berichtet sie über richtige Ernährung und Lebensstil, um proktologischen Erkrankungen vorzubeugen. Dabei ist vor allem auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit vielen Ballaststoffen und ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten. Ebenso ist es wichtig, Übergewicht zu vermeiden, sich regelmäßig zu bewegen und auf Rauchen und Alkohol zu verzichten.
Gespräche mit Experten
Zum Abschluss der Vorträge können Interessierte dem Chirurgischen Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen – Prof. Dr. Chris Braumann – Fragen stellen und so in den Austausch kommen. Diesen können Interessierte im Anschluss bei einem Get-Together bei Snacks und Getränken fortsetzen und so abseits der Vorträge in vertiefende Gespräche eintauchen.
Zu der Infoveranstaltung, welche am 4. Juni 2025 ab 17:00 Uhr im Wissenschaftspark Gelsenkirchen (Munscheidtstraße 14, Gelsenkirchen) stattfindet, sind Interessierte herzlich eingeladen. Um eine Anmeldung unter www.evk-ge.de/veranstaltung-proktologie oder telefonisch unter 0209 160-1801 wird gebeten. Interessierte können aber auch spontan vorbeikommen.
Über die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Das Leistungsspektrum der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie führt von allgemeinchirurgischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Leistenbruch, Krampfader oder eingewachsenen Zehennagel bis zu proktologischen Erkrankungen, bei denen die Experten Erkrankungen des End-/Mastdarmes und des Analkanals und Analrandes behandeln. Des Weiteren umfasst das Leistungsspektrum der Klinik auch die Viszeralchirurgie. Hierbei stehen der Bauchraum sowie der Verdauungstrakt im Fokus. Der überwiegende Anteil der Operationen in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie wird heute gewebeschonend, minimal-invasiv durchgeführt, was den stationären Krankenhausaufenthalt deutlich verkürzt.
Über das Evangelische Klinikum Gelsenkirchen
Das Evangelische Klinikum Gelsenkirchen führt mit seinen rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Einrichtung des Diakoniewerkes Gelsenkirchen und Wattenscheid jährlich ca. 17.000 stationäre und 75.000 ambulante Behandlungsmaßnahmen durch. Patientinnen und Patienten werden auf der Grundlage des christlichen Verständnisses individuell, engagiert und kompetent behandelt, gepflegt und betreut. Für das gesamte Behandlungsspektrum stehen insgesamt 435 Betten zur Verfügung, die sich auf 20 Stationen und 16 Kliniken verteilen. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen werden zudem Medizinerinnen und Mediziner von morgen ausgebildet. Das Evangelische Klinikum Gelsenkirchen ist Teil des Evangelischen Verbund Augusta Ruhr.
Der Evangelische Verbund Augusta Ruhr ist der im Jahr 2024 gegründete Zusammenschluss der traditionsreichen Institutionen Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid, Diakonie Ruhr, Evangelische Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel und Evangelische Stiftung Augusta.
Der Konzern ist einer der größten evangelischen Kompetenzverbünde in Deutschland. Er verbindet die Bereiche Gesundheits- und Sozialwirtschaft und gehört mit knapp 10.000 Beschäftigten zu den großen Arbeitgebern der Region.
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