
UPDATE am Freitagmorgen: Die Straßenbahnen der Linie 302 fahren wieder normal in beide Richtungen. Alle Neuigkeiten gibt es hier: Verletzte bei Straßenbahnunfall in Gelsenkirchen nicht mehr in Lebensgefahr
In Gelsenkirchen sind am Donnerstagmittag zwei Straßenbahnen auf der Kurt-Schumacher-Straße in der Nähe der Veltins Arena kollidiert. Dabei wurden nach Angaben der Feuerwehr 14 Menschen leicht, sieben schwer und drei lebensgefährlich verletzt. Der Zusammenstoß ereignete sich auf halber Strecke zwischen den Haltestellen Veltins-Arena und Willy-Brandt-Allee. Eine der beiden Bahnen soll eine Fahrschulbahn gewesen sein. Laut Polizei stand die Fahrschulbahn in Richtung Gelsenkirchen Innenstadt. Eine andere Bahn, die aus Richtung Buer kam, soll nach ersten Informationen aufgefahren sein. Die Ursache wird nun ermittelt.
Bahnfahrer müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Wie Bogestra-Sprecher Christoph Kollmann mitteilt, verkehrt die Straßenbahnlinie 302 aus Bochum kommend derzeit nur bis zur Haltestelle Ernst-Kuzorra-Platz. Zwischen dort und Buer hat die Bogestra einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Zusätzlich ist die Buslinie 380 im Einsatz. Nicht betroffen ist die Straßenbahnlinie 301. Sie fährt weiterhin regulär über Erle bis nach Buer.
Nach Einschätzung der Bogestra wird die Sperrung noch mehrere Stunden andauern. Erst wenn Polizei und Feuerwehr ihre Arbeiten an der Unfallstelle abgeschlossen haben, können die beiden beteiligten Straßenbahnen geborgen werden. Dafür könnte die Kurt-Schumacher-Straße zeitweise weiterhin gesperrt bleiben.
Die Kurt-Schumacher-Straße war auch für den Straßenverkehr zunächst in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Gegen 16.10 Uhr wurde die Fahrtrichtung in Buer wieder freigegeben. Die Fahrtrichtung Süd bleibt bis zur Bergung der Straßenbahnen weiter gesperrt, die Umleitung erfolgt über die Emil-Zimmermann-Allee. Die Sperrung wird laut Polizei bis in die Abendstunden andauern.
Auch Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze kam zur Unfallstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Vor Ort informierte sie sich über den Stand des Rettungseinsatzes und sprach mit den verantwortlichen Einsatz- und Führungskräften. Zudem verschaffte sie sich in einem der beschädigten Straßenbahnwagen einen Eindruck von den Folgen des Zusammenstoßes.
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