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WDR. 02:35 Min.. Verfügbar bis 30.03.2027.
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Im September gingen Mitglieder einer Großfamilie in Gelsenkirchen aufeinander los. Ein Mann starb. Am Montag begann der Prozess.
Von
Olaf Biernat
Verhandelt wird vor dem Landgericht Essen. Sieben Menschen sind angeklagt. Sie sollen alle zu einer türkischstämmigen Großfamilie gehören, die offenbar zerstritten ist.
Das ist im Herbst des vergangenen Jahres passiert: Seit Tagen schaukelt sich der Familienstreit hoch, bei dem es wohl um ein Erbe geht. Es gibt Beleidigungen, Bedrohungen und sogar erste körperliche Auseinandersetzungen. Am 28. September 2025 eskaliert die Situation in Gelsenkirchen-Bismarck.
Mehrere Familienmitglieder suchen laut Anklage eine Wohnung auf – dort werden sie schon von anderen weiteren Angehörigen erwartet. Sie sind mit Messern, Baseballschlägern und anderen Schlagwerkzeugen bewaffnet und greifen sofort an.
Die Anklage geht von folgendem weiteren Geschehen aus: Ein Angeklagter sticht einem Mann mit einem Messer in den Herzbereich. Ein weiterer Angeklagter sticht ihm ins Bein und schlägt außerdem mit einem Stock zu. Als ein Familienangehöriger dem Opfer helfen will, wird er mit einem Baseballschläger attackiert und von einem weiteren Angeklagten mit einem Messer in den Hinterkopf gestochen.
Bei der unübersichtlichen Situation mit vielen Tatbeteiligten gehen die brutalen Angriffe laut Anklage weiter. So soll ein weiterer Angeklagter versucht haben, einen Mann mit einem Messer zu töten. Als der sich wehrt, stechen zwei Angeklagte demnach mit Messern zu und verletzen ihn lebensgefährlich. Auch eine Frau, die eingreifen will, wird geschlagen und getreten.
Schließlich kann die Polizei eingreifen und mehrere mutmaßlich Tatbeteiligte festnehmen. Sie spricht von einer Massenschlägerei mit 20 bis 30 Beteiligten. Einer der tatbeteiligten Männer stirbt am folgenden Tag an den Folgen seiner Stichverletzung. Zahlreiche weitere Beteiligte werden schwer verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich.
Nach intensiven Ermittlungen der Polizei sind sieben Beteiligte angeklagt. Sie müssen sich von Montag an wegen Totschlags, Beihilfe zum Totschlag, versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Die Männer und Frauen sind zwischen 16 und 53 Jahre alt und kommen aus Gelsenkirchen und Herne.
Der Prozess ist zunächst bis Mitte Juni angesetzt. Die Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für die erwachsenen Tatverdächtigen, für die minderjährigen eine Haftstrafe von 10 Jahren.
WDR. 30.03.2026. 00:25 Min.. Verfügbar bis 29.03.2028. WDR Online.
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Sendung: WDR2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 30.03.2026, 09:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 30.03.2026, 12:45 Uhr
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