
Als im März 2026 der Musikpavillon im Stadtgarten bei einem Großbrand nahezu komplett zerstört wurde, war die Bestürzung in der gesamten Stadtgesellschaft riesig. Doch der Frust und Zorn über den durch Brandstiftung erzeugten Schaden wich sehr schnell einer Riesen-Portion Tatendrang bei allen Beteiligten. Und siehe da: Das an diesem Sonntag, 26. Juli, startende „Sommer Sound“-Festival kann nach einem wahren Kraftakt nun tatsächlich an seinem vertrauten Standort mitten im Grünen stattfinden.
Der erste Konzert-Doppelpack wird aber nicht wie gewohnt im Musikpavillon steigen, denn der muss zunächst einmal wieder aufgebaut werden. Zuletzt hieß es, dass im Oktober 2026 die Bauarbeiten starten sollen. Nun wurde aber eine provisorische Bühne direkt vor dem beschädigten Bauwerk errichtet. Und auf dieser werden zum Auftakt an diesem Sonntag ab 18 Uhr zunächst Lina Bó stehen.
Dieses Duo vereint laut Veranstalter südamerikanische Exotik mit deutschem Folk-Pop, rheinisch-kubanisches Temperament trifft hier auf dänische Gelassenheit. Im Anschluss ab 19.30 Uhr wartet auf das Publikum die Begegnung mit der saarländisch-lothringischen Weltmusikformation An Erminig, die seit einem halben Jahrhundert als Botschafter der Bretagne fungiert. Der Eintritt ist frei.
Dieses fürs Publikum erfreuliche Motto „Umsonst und draußen“ gilt auch an den folgenden vier Sonntagen der NRW-Sommerferien. Etwa am 2. August, wenn Laura Cortese & Bert Ruymbeek sowie die Paul McKenna Band aus Glasgow im Stadtgarten zu Gast sind. Oder eine Woche später, also am 9. August: Dann stehen die beiden Formationen Paly Bay Frost und Tribubu im Fokus der treuen Stamm-Zuhörerschaft.
Die Singer-Songwriterin Sarah McQuaid bildet am 16. August eine Konzert-Kombination mit der Brass-Formation Schaftl Ufftschik. Und zum Festival-Abschluss am 23. August präsentiert zunächst Skupa ihre ungewöhnliche Balkan-Flamenco-Mischung, ehe als finaler Akt dann das Maliki World Orchestra seine Songs erklingen lässt.
Als Veranstalter des Festivals fungiert einmal mehr das städtische Referat Kultur. Für die Gestaltung des Programms zeichnete Guntmar Feuerstein verantwortlich. Der Biergarten öffnet an jedem der fünf Festival-Sonntage bereits ab 17.30 Uhr seine Pforten. Interessierte Besucher sollten früh genug vorbeikommen, da die mehreren Hundert Plastikstühle in den zurückliegenden Jahren meistens sehr schnell besetzt waren.
Wenn alles rund läuft, könnte der „Sommer Sound“ im kommenden Jahr wieder im Musikpavillon selbst stattfinden. Die Arbeiten für den geplanten Wiederaufbau könnten nach bisherigem Planungsstand bis dahin abgeschlossen sein.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Aktuelle Nachrichten und Hintergründe aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport – aus Essen, Deutschland und der Welt.
Kennen Sie schon unsere PLUS-Inhalte?
Jetzt testen
Antworten