Verdacht auf Sprengstoffexplosion: Polizeieinsatz bei AfD-Chefin Seli-Zacharias – WAZ | Westdeutsche Allgemeine Zeitung


Die Polizei Gelsenkirchen hat nach lauten Knallgeräuschen am Haus der Landtagsabgeordneten Enxhi Seli-Zacharias (AfD) in Buer die Ermittlungen aufgenommen. „Nach Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft besteht der Anfangsverdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion“, teilte die Behörde mit. Vor Ort seien Überreste von Pyrotechnik gefunden worden.
Seli-Zacharias wählte am Dienstagmorgen (28. Juli) um 4.58 Uhr selbst den Notruf, als sie vor ihrem Haus Knallgeräusche wahrnahm. Polizeibeamte machten sich daraufhin auf den Weg zum Haus der Gelsenkirchenerin.
Nach Zeugenangaben sollen drei mutmaßlich junge Personen mit E-Scootern gezielt Böller in Richtung des Fahrzeugs der 32-jährigen AfD-Parteichefin geworfen und sich in unbekannte Richtung entfernt haben. Verletzt worden ist niemand, ob es zu Sachbeschädigungen kam, steht noch nicht fest. Der Staatsschutz ermittelt. Zeugen werden gebeten, sich unter 0209 365 8501 oder 0209 365 8240 zu melden.
Enxhi Seli-Zacharias äußerte sich am späteren Dienstagmorgen zu den Vorgängen, um sich für den Einsatz zu bedanken. „Dies ist nicht der erste Vorfall, doch ich habe großes Glück, hier in Gelsenkirchen zu leben, denn das Polizeipräsidium Gelsenkirchen nimmt meine Bedrohungslage sehr ernst. Und das ist bei der Belastungssituation für die Polizei keine Selbstverständlichkeit.“ Genauere Angaben zum Vorfall oder der möglichen Sachbeschädigung wollte die Abgeordnete nicht öffentlich machen.
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Enxhi Seli-Zacharias ist Kreissprecherin der AfD in Gelsenkirchen, Vize-Vorsitzende der AfD-Landtagsfraktion und stellv. Vorsitzende der AfD-Fraktion im Gelsenkirchener Stadtrat. Zuletzt sorgte sie mit Aktionen wie den sogenannten „Putz-Videos“ in Ückendorf, die zur Abwahl ihres Parteikollegen Norbert Emmerich als Vize-Bürgermeister der Stadt führten, oder der Namensnennung von Angeklagten in einem Prozess um Kindesmissbrauch, für polarisierende Reaktionen. In der Folge wurden mehrere Strafanzeigen gegen sie gestellt.
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