
Wo früher Bässe wummerten, soll jetzt etwas Neues entstehen: Als die Stadterneuerungsgesellschaft (SEG), die bereits unzählige Gebäude an der Bochumer Straße aufgekauft hat, im Februar 2026 in der WAZ ankündigte, den Standort der ehemaligen Diskothek „Exodus“ wiederbeleben zu wollen, da sollte das die Fantasie aller Kreativen im Quartier anregen. Einen „Kreativ-Hof“ skizzierte die SEG in ihrer ersten Nutzungsidee. Nun können die Bürgerinnen und Bürger in Ückendorf mitentscheiden, wie genau es hier weitergeht.
Die Baukultur NRW, die im „UmBauLabor“ an der Bergmannstraße neue Möglichkeiten zur nachhaltigen Sanierung im Bestand erprobt und eng mit der SEG zusammenarbeitet, sucht jetzt „Nachbarschaftsprofis aus Gelsenkirchen-Ückendorf“. Für die Teilnahme an der Summer School 2026 „Platz da!“ können sich Anwohner melden, „die Lust haben, ihr Wissen, ihre Ideen und ihre Erfahrungen einzubringen und gemeinsam mit Studierenden einen Ort in ihrem Quartier neu zu denken und zu gestalten“.
Vom 7. bis 12. September 2026 geht es dann um die Fläche vor der ehemaligen Diskothek, die durch den weitgehenden Abriss des vorderen Gebäudes frei geworden ist. Was könnte hier entstehen? Was fehlt im Quartier? Und wie könnte ein Ort aussehen, an dem sich Menschen gerne aufhalten? Eine Woche lang wollen Studierende gemeinsam mit Menschen aus der Nachbarschaft Ideen entwickeln und erste Ansätze direkt vor Ort umsetzen.
Im Zentrum soll dabei stehen, wie verantwortungsvolles Weiterbauen an einem ehemaligen Diskothekenstandort aussehen kann, an dem bereits vieles verloren gegangen ist. „Dabei wird gemeinsam geplant, ausprobiert und gebaut. Am Ende entstehen erste räumliche Lösungen, die zeigen, was an diesem Ort möglich sein könnte“, heißt es in der Ankündigung der Baukultur. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. „Gefragt sind vor allem die eigenen Erfahrungen, Ideen und die Bereitschaft, gemeinsam mit anderen etwas für die Nachbarschaft zu entwickeln“, heißt es.
Zum Kennenlernen und für einen ersten Austausch findet am Samstag, 29. August 2026, um 15 Uhr ein Treffen im UmBauLabor an der Bergmannstraße 23 statt. Anmelden kann man sich bei Anke Kirchhoff per E-Mail an a.kirchhoff@baukultur.nrw oder persönlich donnerstags von 15 bis 18.30 Uhr direkt im UmBauLabor.
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In den Siebzigern eröffnete an der Bochumer Straße 134 die „Altstadt-Disco“, später gab es dann dort das „Exodus“. Als auch das vor etwa 15 Jahren seinen Betrieb einstellte, wurden nur noch sporadisch vor Ort Partys gefeiert, zum Beispiel anlässlich des mittlerweile auch eingestellten Partyformats „Stadtgebeat“. Den bisherigen Plänen zufolge soll die Haupthalle der ehemaligen Disco als kalte Halle reaktiviert werden, das Vorderhaus wurde bereits abgerissen, um mehr Platz zu schaffen.
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