Wieder Schließfächer in Sparkasse aufgebrochen – Täter auf der Flucht – morgenpost.de


Wieder sind Einbrecher in eine Sparkasse eingedrungen: In einer Bankfiliale in Wilhelmshaven haben zwei Täter am Mittwoch mit Gewalt und Werkzeugen Schließfächer aufgebrochen. Es handele sich um eine Zahl im unteren zweistelligen Bereich, also unter 50, sagte ein Sprecher der Polizei. Ob und in welchem Umfang etwas gestohlen wurde, war zunächst unklar. In dem extra gesicherten Raum waren möglicherweise auch leere, nicht vermietete Schließfächer. Die Bank werde alle betroffenen Kunden anrufen und klären, was in den Fächern lag und ob etwas gestohlen wurde, so der Sprecher. 
Wie die noch unbekannten Täter in den Raum kamen, war zunächst unklar. Kunden und Kundinnen mit Schließfächern können ihn mit einer speziellen Karte und einem Code betreten, erklärte der Polizeisprecher. Die Täter hatten nach ersten Ermittlungen der Polizei nur wenige Minuten Zeit, um die Fächer aufzubrechen. Demnach gab es einen internen Alarm, nach kurzer Zeit flohen die Täter zu Fuß. 
Möglicherweise gibt es noch einen dritten Tatbeteiligten. Die Polizei hat Personenbeschreibungen zu drei verdächtigen Männern veröffentlicht und bittet Zeugen, sich zu melden. 
Kundinnen und Kunden, die wissen möchten, ob ihre Schließfächer in der Filiale in der Preußenstraße betroffen sind, sollen sich direkt an die Bank wenden. Die Polizei, die kurz nach Bekanntwerden der Tat zahlreiche Nachfragen bekam, kann keine Auskünfte dazu geben, wer in welchem Umfang betroffen ist.
Vor rund vier Wochen hatte der Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen für Aufsehen gesorgt. Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die Täter mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sich direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale gebohrt. Dort räumten sie rund 3100 Kundenschließfächer aus. Der Gesamtschaden wurde kurz nach dem Einbruch von der Polizei auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, er könnte aber auch noch wesentlich höher liegen. 
Indes ist die Polizei bei der Vernehmung der Schließfachbesitzer, von Nachbarn der Sparkasse und Mitarbeitern der Bank deutlich weitergekommen. Allein mehr als 840 Kundinnen und Kunden wurden vernommen. Rund 600 Hinweisen geht die Polizei nach. „Die richtig heiße Spur ist aber nicht dabei“, sagte ein Sprecher.
Bei einer Versicherungssumme von gut zehntausend Euro je Fach ergibt sich in Gelsenkirchen eine geschätzte Schadenshöhe von mehr als 30 Millionen Euro. Die Summe der Beute insgesamt könne laut Beobachtern aber bei rund 100 Millionen Euro liegen.
dpa/les
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