
An diesem Wochenende gab es gleich zwei Übergriffe auf Polizisten in Gelsenkirchen – bei beiden Vorfällen blieben die Beamtinnen und Beamten unverletzt.
Der erste Zwischenfall ereignete sich am Freitagabend, 29. Mai, gegen 22.15 Uhr in der Gelsenkirchener City. Eine Streifenwagenbesatzung fuhr im Schritttempo über den Heinrich-König-Platz in der Altstadt, als plötzlich ein 59-jähriger Gelsenkirchener an den Streifenwagen kam und dann gegen ihn trat.
Als die Polizeibeamten ausstiegen und die Identität des Gelsenkircheners feststellen wollten, rannte der Mann zunächst weg – um kurze Zeit später mit einer Bierflasche in der Hand drohend auf die Polizeibeamten zuzugehen. Der Beschuldigte konnte überwältigt, zu Boden gebracht und dort mit Handschellen fixiert werden.
Man kann die Redaktion auf vielen Wegen erreichen. Per Post oder per E-Mail beispielsweise. Aber was tun, wenn es um Hinweise geht, die man eigentlich nicht preisgeben darf? Deren Veröffentlichung einen den Job kosten könnten?
Dafür hat die WAZ Gelsenkirchen den sogenannten Whistleblower-Briefkasten eingerichtet. Hier können Leserinnen und Leser anonym Hinweise auf Vorgänge in unserer Stadt hinterlassen, und Fotos oder Dokumente hochladen. Sie können entscheiden, ob Rückfragen möglich sind. Der Quellenschutz ist in jedem Fall garantiert.
Wenn jemand nicht schriftlich informieren will, kann er auch eine Sprachnachricht aufnehmen. Wir verzerren dann die Stimme, damit niemand sie erkennen kann.
Wir schätzen dann ein, wie groß das öffentliche Interesse mutmaßlich ist und wie realistisch ein Rechercheerfolg. Den Whistleblower-Briefkasten finden Sie unter diesem Link
Der alkoholisierte Beschuldigte trat mehrfach gegen die Beine der Polizeibeamten, als sie ihn zum Wagen brachten, und beleidigte sie ununterbrochen. Der Mann kam ins Polizeigewahrsam, ihn erwartet nun ein Strafverfahren.
In der Nacht zu Sonntag (31. Mai) ereignete sich der zweite Übergriff: Gegen 3 Uhr wurde der Polizei über den Notruf ein Streit in einer Wohnung auf der Hüttenstraße gemeldet. Vor Ort randalierte ein 34-jähriger Besucher in der Wohnung, griff die eingesetzten Polizeibeamten körperlich an und spuckte nach ihnen. Er wurde daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt.
Der 46-jährige Wohnungsinhaber versuchte die Fesselung zu verhindern und ging die Beamten dabei ebenfalls körperlich an. Beide Personen wurden in Gewahrsam genommen. Den 34-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Gegen den 46-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet.
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