
Allmählich kommen die Zweitliga-Judoka der Sport-Union Annen schon in Erklärungsnot, warum es in dieser Saison so hervorragend für sie läuft. Als einzige Zweitvertretung in der Nord-West-Staffel angetreten, ist das Team von Trainer Manuel Neumann auch nach dem fünften von sechs Kampftagen noch ungeschlagen, strebt dem ersten Gruppensieg in dieser Klasse entgegen. Beim 10:4 gegen den JC Koriouchi Gelsenkirchen zeigten sich die Wittener abermals von ihrer besten Seite.
„In der Höhe war das auf jeden Fall viel deutlicher als erwartet“, sagte Manuel Neumann nach dem glatten Erfolg in der Sporthalle am Berger Feld. Obwohl die Gastgeber aus Gelsenkirchen eine gute Mannschaft aufgeboten hatten, waren sie am Ende chancenlos gegen den Spitzenreiter. Der nun nur noch einen einzigen Zähler im abschließenden Duell mit dem PSV Duisburg (5. September) für den Gruppensieg benötigt. Am Samstag profitierten die Annener davon, dass Verfolger 1. JC Mönchengladbach das rheinische Duell mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen mit 6:8 überraschend verlor.
Besonders erfreulich war, dass wir die unteren Gewichtsklassen so beherrscht haben – und das durchweg mit jungen Leuten, die wir selbst ausgebildet haben.
Die Wittener hatten gegen den JC Koriouchi zumindest in der ersten Kampfhälfte noch einigen Widerstand zu brechen. Nur vier der sieben Gefechte gingen an die Sport-Union: Philip Utzig (-60 kg), Falk Hobein (-66 kg), Renat Hyrskiy (-100 kg) und Bent Sachse (-73 kg) setzten sich durch, das 4:3 zur Pause ließ zumindest noch einen offenen Ausgang vermuten.
Etwas überraschend hatte der syrische Olympia-Teilnehmer von Paris 2024, Hasan Bayan, seinen 81-Kilo-Kampf gegen Roman Sauer nach nur etwas mehr als einer Minute verloren. „Dafür hat er es dann gegen den gleichen Gegner in der zweiten Runde deutlich besser gemacht und aus seinem Fehler gelernt – vielleicht tat ihm so ein kleiner Dämpfer ja auch mal ganz gut“, so SUA-Coach Neumann augenzwinkernd. Nicht nur Bayan sammelte seinen Zähler ein, es gesellten sich noch fünf weitere hinzu, so dass es letztlich sogar ein 10:4 wurde. Utzig, Hobein, Sachse und Hyrskiy punkteten jeweils doppelt, dazu siegte auch Linus Schreiber – diesmal in der 90-kg-Klasse, nachdem er in Durchgang eins wegen Personalmangels ins Schwergewicht hatte aufrücken müssen und dort nicht ganz überraschend unterlag.
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Lediglich Alexander Dinsing (-100 kg) musste seinen Kampf abgeben – allerdings gegen den starken Niederländer Mark van Dijk, an dem die Wittener in der Vergangenheit auch schon mal Interesse gezeigt hatten und der zuvor auch gegen Schreiber gewonnen hatte. „Wir konnten in Gelsenkirchen bis aufs Schwergewicht personell aus dem Vollen schöpfen, ich habe 17 Mann über die Waage gehen lassen“, so Manuel Neumann. „Besonders erfreulich war, dass wir die unteren Gewichtsklassen so beherrscht haben – und das durchweg mit jungen Leuten, die wir selbst ausgebildet haben.“
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